Tiroler Berggorilla meets Biwindi Berggorilla – wir haben es geschafft!

06.08.08 KampalaAuch der heutige Tag geht so weiter, wie der letzte geendet hat. Nach einem guten Frühstück sitzen wir nun schon den ganzen Vormittag am Laptop. Aber es hat sich gelohnt – wir haben es geschafft. Wenn unsere Kinder den Mittagsschlaf beendet haben, geht es ab in die Stadt auf eine Geburtstagsrundtour für Anita und morgen verlassen wir Kampala wieder auf unseren eigenen 4 Rädern, wenn auch nur gemietet. Wir planen unsere Weiterreise Richtung Jinja, Mt. Elgon, Murchinson Nationalpark, Semliki Nationalpark und schlussendlich Bwindi Nationalpark, wo wir die Berggorillas besuchen. Da die Internetverbindungen in diesem Land sehr schlecht sind, könnte es sein, dass der nächste Update erst von zu Hause aus folgt. Voraussichtlich erreichen wir Österreich wieder am 23.8.08.Am Nachmittag haben wir uns dann auf den Weg in die Stadt gemacht, um Geld zu wechseln und das überall beschriebene Souvenir-Gelände, sprich African Village, aufgesucht. Da wir im Vorfeld aber schon in einem guten Souvenirladen, dem Banana Boat, waren, hat uns diese Ansammlung von Souvenirständchen nicht wirklich gut gefallen. Die Empfehlung von Dalton, unserem neuen Mann für alles, in einem italienischen Restaurant Mitten im Zentrum essen zu gehen, hat sich ein wenig als Flop herausgestellt. Da wir aber schon am Vortag ein gut aussehendes italienisches Restaurant in der Nähe des Sheraton gesehen haben, haben wir nach dem Studieren der Speisekarte dieses aufgesucht. Wie wir in das Lokal hineingehen, kommen uns zwei Gesichter bekannt vor. Tatsächlich sitzen die beiden Österreicher,  Elke und Klaus , die Lehrer aus Salzburg in der Abendsonne auch auf dieser Terrasse. Die beiden kennen wir ja schon vom Rwenzori Trekking. Der Inhalt der Speisekarte ist vielversprechend und das Essen ist ausgezeichnet. In einem Gespräch mit den Österreichern erfahren wir, dass ein französischer Trekker, den wir auf der Bjuku-Hütte kurz kennen lernten, 2 Tage später an Höhenkrankheit gestorben ist. Kaum zu glauben! Auf dem Rückweg ins Hotel bekommen wir dann noch ein SMS von Dalton, dass das Mietauto bereits im Hotel steht. Im Eilschritt geht es retour, um die Schlüssel zu übernehmen. Nur mein Gorilla-Permit lässt auf sich warten.

07.08.08 Kampala – Jinja (82 km)Der Vormittag vergeht mit Internet, E-Mail beantworten und zusammenpacken. Kurz vor 12:00 h erhalten wir dann tatsächlich noch ein zweites Gorilla Permit. Allerdings für 2 Tage später und nicht am selben Platz. Macht nichts, endlich können wir mit unserem Mietauto losbrausen. Zuerst allerdings Richtung Stadt, da wir noch einmal Dollars besorgen müssen. Von 0 auf 100, was den Linksverkehr betrifft und das Chaos in der Stadt, quetschen wir uns durch Menschenmassen, Autokolonnen, Fahrrädern und Mopeds. Nach einer Sonderrunde durch die Stadt finden wir die einzige Bank, bei der man mit der Kreditkarte Dollar bekommt. Bankomat gibt es nämlich für Mastercard und Maestro in ganz Uganda nicht. Da wir keinen Parkplatz finden, bleibe ich direkt am Strassenrand unmittelbar nach einer Kreuzung stehen und Anita springt aus dem Auto, um das Geld zu besorgen. Als Anita aus der Bank kommt, sind wir aber nicht mehr da. Ein Gendarm hat dafür gesorgt, dass wir diesen „Parkplatz“ verlassen müssen. Nun steht Anita zwar mit viel Geld, aber ohne Handy und ohne uns im Regen am Strassenrand. Doch es dauert nicht lange und nach einer weiteren Sonderrunde sind wir wieder alle gemeinsam unterwegs. Es geht weiter zum nächsten Zwischenstopp – dem Shoprite, einem der grössten Supermärkte Kampalas – der auf Westler ausgerichtet ist. Wir decken uns mit Lebensmitttel ein und es ist kaum zu glauben, wir finden auf Anhieb die richtige Strasse, die aus dem Verkehrschaos der Hauptstadt Richtung Jinja führt. Die Strasse ist zwar asphaltiert, aber man muss Slalom zwischen Schlaglöchern fahren und sich keine Blösse geben gegenüber den anderen Verkehrsteilnehmern – Frechheit siegt! Schon nach einigen km ist der Asphalt aus und wir glühen mit Vollgas durch eine Baustelle. Leider stellt sich bald heraus, dass dies eine Sackgasse ist und wir haben uns schon gewundert, warum plötzlich so wenig Verkehr ist. Das war für heute aber auch die einzige Fehlerfahrt und wir erreichen schon bald Jinja. Da wir gut in der Zeit liegen, beschliessen wir, die erste Sehenswürdigkeit auf unserem Weg aufzusuchen. Irgendwie muss es in dieser Gegend sinflutartige Regenfälle gegeben haben. Denn als wir mit unserem blitzblank geputzten Auto das erste Mal die Hauptstrasse verlassen, versinken wir schon im Schlamm. Das Wasser und die rotbraune Erde verteilt sich bei vollem Speed auf der ganzen Karosserie. Auf der Suche nach den Stromschnellen oder kleinen Wasserfällen kommen wir immer mehr in unwegsames Gelände. Doch schlussendlich erreichen wir die Bujagali Falls. Ein letzter steiler Stich zum Flussrand über eine seifenglatte Schlammpiste bringt uns dann fast noch ein wenig zum Schwitzen – vor allem Anita. Als wir aus dem Auto aussteigen, haut es uns schon fast auf den Arsch, knöcheltiefer Schlamm dringt in unsere Crocs, wir gehen wie auf rohen Eiern. Das wäre ein sehr schöner Platz für unseren Moti gewesen. Allerdings wären wir hier nur einmal herunter gefahren und nie mehr wieder hinauf. Nachdem wir uns die Stromschnellen näher angesehen haben und auf eine Bootsfahrt verzichtet haben, auch auf das Rafting und das Angebot eines Einheimischen, durch die Stromschnellen zu schwimmen, legen wir das erste Mal den Allrad ein und geben alles, über die steile Schlammpiste wieder nach oben zu kommen. Unsere Zehen sind nun knall orange so wie das ganze Auto. Kurz vor Dunkel werden erreichen wir eine ziemlich miese Absteige. Von aussen hat es allerdings nicht so schlecht ausgesehen und so haben wir eingecheckt. Zimmer ohne Bad und WC und das auf dem Flur liegende WC läuft nicht ab. Hurra. Nach einem Drink auf der Terasse beschliessen wir, noch einen gemütlichen Bummel in die Stadt zu machen und ein nettes Restaurant für das Abendessen zu finden. Irgendwie haben wir uns in den Distanzen ein wenig verschätzt und latschen schon bald in stockdunkler Nacht durch leere Strassen. Schon fast hätten wir es aufgegeben, als wir dann doch  noch so etwas wie eine Hauptstrasse oder einen Ortskern erreichen. Fast alle Geschäfte sind schon geschlossen und es gibt so gut wie keine Strassebeleuchtung. Sina und Silas toben wie verrückt durch die Dunkelheit und wir müssen immer wieder aufpassen, dass sie nicht in einem der Löcher im Boden verschwinden. Durch Zufall entdecken wir dann doch noch ein annehmbares Lokal mit gutem Essen. Mit 2 Moped-Taxis düsen wir dann zurück in unser supergeiles Hotel. Anita flippt fast aus, was die hygienischen Zustände in dieser Absteige betrifft. Wir beschliessen einheitlich, heute mal nicht zu duschen, nur die orangen Füsse haben wir noch rasch vom Schlamm befreit.

08.08.08  Jinja – Sipi Falls (Mt. Elgon) (241 km)
Nach einem wie hier überall üblichem Eier-Frühstück sind wir again on the road – ab Richtung Mt. Elgon. Wir fahren durch eine sehr schöne und grüne Landschaft und immer wieder staunen wir, wie hier jeder cm des Landes bewirtschaftet ist. Nach den ersten 40 km verpassen wir dann eine Abzweigung und machen einen kleinen Umweg fast an die kenianische Grenze. Auf dieser Fahrt geht uns dann auch relativ schnell der Asphalt aus und wir kämpfen uns durch Baustellen und über Schotterpisten Richtung Tororo und Mbale. Auch in Mbale schaffen wir es wieder nicht, auf Anhieb die richtige Abzweigung zu finden und so kurven wir mehr oder weniger planlos über nicht markierte Strassen durch das Land. Wegweise gibt es so gut wie überhaupt nicht. Als wir dann die richtige Strasse zu den Sipi Falls am Mt. Elgon erreichen, können wir wieder über besten Asphalt glühen. Nur das Wetter spielt nicht mehr so mit und starke Regenfälle kündigen sich an, der Himmel wird rabenschwarz. Die Landschaft rund um den Mt. Elgon ist traumhaft schön und wir müssen bald feststellen, dass es nicht einen Sipi Fall gibt, sondern mehrere Wasserfälle, die sich bis zu 100 m über Felsen ergiessen. Wir finden bald eine sehr schöne Campsite direkt an einem der Wasserfälle, wo wir ein gemütliches Picnic geniessen. Im Anschluss erkunden wir noch ein wenig das Gelände und können bis zu einer Grotte hinter dem Wasserfall gehen. Silas, unser kleines Gscheitloch, erklärt uns immer und überall, wie cool es ist, einen kleinen Schnupfi zu haben. Damit meint er einen kleinen Hund. Doch wenn dann, so wie hier, ein kleiner verspielter Hund da ist, kriegt er die Krise, brüllt wie am Spiess und klebt auf uns. Nur wenn wir beim Abendessen die Türen nach aussen verschliessen und er sicher ist, dass ihn der Hund nicht auffrisst, verlässt er seinen Stuhl wieder. Apropos Abendessen, endlich gibt es mal wieder ein richtig gemütliches und gutes Candle-light-dinner. Im Anschluss geht es ab ins Massenlager, das wir zum Glück alleine beziehen können.

09.08.08 Sipi Falls – Lira (410 km)Nachdem wir unsere weitere Reiseroute am Vorabend genau geplant haben und eine tolle Abkürzung gefunden haben, beginnen wir unsere Rundtour am Morgen ziemlich gemächlich. Wir suchen einige Dörfer rund um den Mt. Elgon auf und können das ländliche Leben bei Morgensonne hervorragend fotografieren. Im Anschluss geht es gemütlich retour bis Mbale, wo wir dieses Mal kein Problem mit der Abzweigung haben. In der Region gibt es mehrere Stellen von Felsmalereien. Wir beschliessen in der Nähe von Kumi die Nyero Rock Paintings anzuschauen. Wir finden die Stelle sehr schnell und freuen uns schon auf ein weiteres Picnic in einer sehr schönen Umgebung. Riesige runde Felsen ragen aus der Ebene, wie wir sie schon in der Serengeti kennen gelernt haben. Wir kurven rund um die Felsen und finden anfangs zwar keine Malereien, aber eine Horde Kinder, die uns gerne alles zeigen will. Als wir den Circuit wieder nach aussen fahren, können wir die Stelle, an der die Malereien sind, ausfindig machen. Leider müssen wir feststellen, dass von den Paintings nicht mehr viel übrig ist. Auch mit dem Picnic wird es nichts, da es nicht ganz so lustig ist, inmitten von 20 Kindern und einigen Erwachsenen unsere mickrige Jause auszupacken. Wir fahren ein Stück hinaus und öffnen dann eine unserer obligatorischen Fischdosen mit Schüttelbrot. Im Anschluss geht es weiter bis Soroti und ca. 20 km nachher über eine Schotterpiste Richtung Ziwa Rina Sanctuary. Aber leider nur Richtung, denn so schön wie wir das aus der Karte gelesen haben, klappt es leider nicht. Wir glühen mit ca. 70 km über holprige, zum Teil extrem schlechte Schotterpiste entlang des Lake Kyoga, bis wir irgendwann feststellen müssen, dass es am Ende der Strasse zwar eine Fähre gibt, die aber nur Personen transportiert, aber keine Fahrzeuge. Nichts desto trotz können wir die wunderschöne Landschaft geniessen und machen uns auf einer anderen Piste auf den Rückweg auf die Hauptstrasse. Vorbei an Menschen, die auf ihren Feldern arbeiten, bunten Märkten, Kindermassen auf Dorffussballpätzen erreichen wir wieder die Hauptpiste. Auch da ist es bald Schluss mit Asphalt und wieder einmal hat ein extremer Regenguss die Strasse zum Schlammfeld gemacht. 60 km Schlaglöcher, die man besser nicht übersieht, da man sonst ein Rad weniger hat, Schlamm und extrem rutschige Strasse machen die Strecke zum Afrika-Ralley-Erlebnis. Wie wenn die Strasse noch nicht genug wäre, gibt es natürlich auch noch zahlreiche LKW, Busse, Radfahrer, Fussgänger, Kühe, Ziegen und natürlich auch noch andere etwas zu schnell fahrende PKWs, die das Weiterkommen nicht gerade easier machen. Bei Dunkelheit erreichen wir dann tatsächlich Lira. Noch mehr Schlamm hat sich auf dem Auto angesammelt und auch die Sicht durch die Windschutzscheibe ist nicht mehr die beste. Die Strasse in der Stadt ist kein bisschen besser, nur der Verkehr noch ein bisschen ärger. Nach einer ½ h Irrfahrt finden wir dann eine weitere ziemlich einfache Unterkunft. Nach dieser Marathon-Fahrt benehmen sich unsere Kinder wie ein Sack Flöhe und sie machen den Innenhof des Hotels unsicher. Man kann es ihnen nicht übel nehmen, dass sie überall hinaufkrallen und überall hinunter springen. Silas schafft es dann von einer Mauer mit einem Bauchfleck im Hof zu landen. Da er auch mit seiner Stirn ein wenig gebremst hat, geht er nun als Einhorn durch. In der Zwischenzeit wird für uns am Holzkohlenofen Chicken und Chips zubereitet. Extrem fette Pommes und ein Gummiadler, bei dem nicht wirklich viel Fleisch zu finden ist, runden diesen Tag ab.

10.08.09 Lira – Karuma Falls – Ziwa Rino Sanctuary (180 km)
Wieder einmal gibt es einen Early Morning Start ohne richtiges Frühstück – Joghurt aus der Plastikflasche und Leibnitz Butterkekse müssen reichen. Mit Vollgas verlassen wir die Stadt in die falsche Richtung. Doch wir fahren nicht sehr weit, denn inzwischen haben wir gelernt, bei den Einheimischen nach der Richtung zu fragen. Man muss zwar 2 – 3 Personen fragen und sich dann einfach nach der Mehrheit richten. Zu unserer Überraschung führt eine Asphaltstrasse von Lira Richtung Westen, was nicht unbedingt heisst, dass man am Steuer schlafen kann, denn riesengrosse Schlaglöcher machen die meiste Zeit der Fahrt zum Hindernislauf. Schon bald erreichen wir die Karuma Falls, die wir allerdings nur im Vorbeifahren geniessen. Da das Gebiet militärisch abgesichert ist, darf man nicht fotografieren und man soll sich ohnehin nicht zulange in dieser Ecke des Landes aufhalten. Laut Führer und Einheimischen ist dieser Punkt in etwa die Grenzlinie, die man nicht Richtung Norden überschreiten soll. Nach wie vor herrschen im Norden Ugandas kritische Zustände und die Lord Residence Army arbeitet daran, ein christlich religiöses Acholi-Reich zu gründen. Die LRA rekrutiert nach wie vor Kindersoldaten und die Region wird als NO-GO Area bezeichnet. Da das Reisen in solchen Ländern ohnehin schon spannend genug ist, halten wir uns daran und haben bei den Karuma-Falls den für uns nördlichsten Punkt Ugandas erreicht. Eine sehr gute Asphaltstrasse führt hinunter nach Masindi, doch bevor wir diesen Ort erreichen, zweigen wir ab, um das Rhino Schutzgebiet aufzusuchen. Von der Abzweigung wären es zwar nur noch 15 km, aber Überraschung, es gibt keine Schlaglöcher, es gibt keine Schotterpiste und auch keine Schlammpiste, aber dafür ca. alle 50 m einen Hump (zum besseren Verständnis: da die Strasse hier neu ausgebaut wird und die Strassenarbeiter geschützt sein möchten, haben sie diese Humps, sprich aufgeschüttete Sandhügel, die quer über die Strasse gehen und zum Teil bis zu 40 cm hoch sind, errichtet. D.h. wir haben eine Fahrgeschwindigkeit von 10 kmh und das, obwohl wir nicht mehr mit Moti unterwegs sind. Am frühen Nachmittag erreichen wir dann bereits das Sanctuary, wo wir uns dann kurzerhand entschliessen, über Nacht zu bleiben. Nachdem wir alle Formalitäten wie Einträge in diverse Bücher, Bezahlung und Briefing hinter uns haben, geht es dann ab zu den 7 im Park lebenden Nashörnern. Die Fahrt durch den Park ist nur sehr kurz, die Krokodile, die wir auf dem Weg zu den Rhino sehen sollen, haben sich allerdings gut versteckt. Wir kommen an einen kleinen Häuschen an, wo wir unser Auto stehen lassen und gehen von da weg zu Fuss. Wir denken uns beim Weggehen, BRAVO, Rhinos auf 200 m Distanz haben wir im Ngorogoro Krater auch schon gesehen. Doch das täuscht. Die Tiere hier sind an die Ranger gewöhnt und da sie rund um die Uhr bewacht werden und geschützt sind, haben sie auch keine Angst vor Menschen. D.h. wir sehen hier Breitmaulnashörner aus 15 m Distanz ohne Zaun und Gehege. Wobei man sagen muss, dass das Breitmaulnashorn vom Charakter her viel friedlicher ist als das Spitzmaulnashorn. Silas ist die Sache zwar nicht ganz geheuer, doch schlussendlich können wir fast eine Stunde in der Nähe der Nashörner verbringen. Bevor es zurück ins Camp geht, fahren wir noch einmal in den kleinen Ort hinaus, um die Lebensmittel aufzustocken. Es gibt an der Hauptstrasse ca. 15 Häuser und wir versuchen unser Glück beim erst besten Laden. Da jedes Haus ein Laden ist, müssen wir schnell feststellen, dass wir nicht wie bei uns gewohnt in ein Geschäft geht und mit vollen Säcken wieder herauskommt. Im ersten Laden bekommen wir Cola in Glasflaschen, die wir allerdings nicht mitnehmen dürfen, sondern in unsere Plastikflaschen umfüllen. Es geht 15 m retour, wo wir schaumgummi artiges Toastbrot bekommen und dann noch einmal 50 m nach vorne, wo Anita Tomaten und Zwiebeln kaufen kann. Es findet sich schnell ein Dolmetscher, der ihr erklärt, dass die Tomaten nicht per Kilo sondern per aufgestappelten Häufchen abgerechnet werden. Später haben wir dann festgestellt, dass nirgends gewogen wird, sondern immer in Häufchen verkauft wird. Im Anschluss daran geniessen wir die nette Unterkunft, einen wahnsinnig schönen Garten und die Ruhe. Sina und Silas geniessen den Garten ganz besonders, da sie sich wieder einmal so richtig bewegen können und nicht auf 2 m2 Autositz beschränkt sind. Endlich bekommt Anita das lange gewünschte unabhängige und freie Lagerleben mit selber kochen. Es gibt Packl-Püree mit Spiegelei und Tomatensalat.

11.08.08 Ziwa Rino Sanctuary – Masindi – Murchinson NP (148 km)Früh morgens brechen wir zu einer weiteren Fahrt durch den Park auf, auf der Suche nach den Krokodilen. Doch diese Fahrt war nicht sehr erfolgreich, wir haben wieder keine Krokodile gesehen, dafür können wir die Rhinos noch einmal kurz beobachten. Nachdem wir den Park am frühen Vormittag verlassen und wir wieder einmal kein richtiges Frühstück hatten, langen wir zum ersten Mal am Strassenrand zu. Es gibt Wurzeln, gegrillte Bananen und Ziegenfleisch-Spiesse. Wir kaufen etwas vorsichtig pro Teil nur ein Stück und glühen über die Humps retour Richtung Masindi. Wurzel, Bananen und Ziegefleisch schmecken ausgezeichnet und sind rasch verzehrt. Noch bevor wir den Humps-Abschnitt verlassen können, fragt Silas nach weiteren „Wulzeln“. An der nächsten Abzweigung wollen wir noch einmal zuschlagen, doch leider wird unser Auto wie von einem Fliegenschwarm belagert und sobald wir das Fenster runterlassen, haben wir links und rechts 100 Spiesse hängen. Das Fett von den Spiessen tropft auf uns und es ist nicht möglich, einen Deal mit einem der eifrigen Händler zu machen, da irgendwie alle zugleich verkaufen wollen. Wir steigen aufs Gas und verlassen den Ort ohne Erfolg. Für die nächsten 90 Minuten bis nach Masindi müssen wir uns immer wieder die Wurzel- und Ziegenfleischwünsche unserer Kinder anhören. In Masindi angekommen füllen wir noch einmal den Tank komplett auf und stocken die Lebensmittel auf und dann geht es weiter zum Murchinson Nationalpark. Rechtzeitig am Eingang des NP beginnt es dann wieder wie aus Kübeln zu schütten. Über eine Schotter- und Schlammpiste legen wir die ersten Kilometer im Nationalpark zurück. Ausser ein paar Affen und einer Million agressiver CC-Fliegen sehen wir keine Tiere. Irgendwann hört dann der Regen wieder auf und wir erreichen Paraa, die Anlegestelle für die Nil-Bootsfahrt. Bevor wir uns um ein Bootsticket kümmern, versuchen wir, in einem Camp einzuchecken, doch leider erfolglos. Scheinbar ist es ausgebucht. Da es ansonsten nur noch eine 400 Euro Lodge gibt und wir im Moment auch kein Bootsticket organisieren können, wollen wir die ganze Sache schon vergessen. Nachdem wir den NP über das Gate Richtung Lake Albert verlassen haben, sehen wir durch Zufall noch ein Schild zu einer anderen Lodge. Wir nehmen die Abzweigung. Der Weg ist etwas dubios. Schlammpiste und Steppengras machen das Weiterkommen zum Abenteuer. Das Gras wächst nicht nur links und rechts der schmalen Piste, sondern auch in der Mitte bis zu einem Meter hoch und man fühlt sich, wie wenn man auf einem Fussweg fahren würde. Wir erreichen ein kleines Dorf und eine weitere Abzweigung, wo die Lodge immer noch angeschrieben ist. Irgendwie zweifeln wir aber schon fast daran, dass der immer noch schlechter werdende Weg noch irgendwo hin führt. Schlussendlich kommen wir dann aber doch noch zu 3 recht mickrigen Häuschen, bei denen uns ein junger Mann erklärt, dass wir hier übernachten können. Der Platz ist wunderschön am Nil gelegen, doch die Unterkünfte sind nur preislich mit anderen Lodges zu vergleichen. Die Zimmer mit Betonboden haben 2 Betten und eine Dusche und WC ohne fliessend Wasser, zumindest im Moment. Des weiteren bewohnen unzählige Ratten den Dachboden, die Tiere kann man nicht nur gut hören, sondern auch riechen. Aber was soll’s, wir checken trotzdem ein. Anita und die Kinder bleiben in der „Lodge“ und ich mache mich gleich noch einmal auf den Weg, um doch noch Bootsticket für morgen zu reservieren. Die Fahrt retour zum Hafen ist wie eine extreme Ralley – die wahrscheinlich schlechteste Strasse, die wir bis jetzt in Afrika gefahren sind. Mit unserem Moti wäre es wohl eine Tagesetappe geworden. Tatsächlich kann ich noch Bootstickets reservieren und es geht über den gleichen Schleichweg retour, ohne dabei an irgendeinem Gate aus- oder eingefahren zu sein. Überraschung, zum Abendessen gibt es zur Abwechslung Püree mit Ei und Tomatensalat. Wir geniessen unser Essen bei der letzten Abendsonne mit den grunzenden Hintergrundgeräuschen von Hippos. Die Suche nach den Tieren im Anschluss an das Essen verläuft relativ kurz. Silas will sowieso nichts davon wissen oder nur aus grösst möglichster Distanz etwas sehen und Anita verbietet mir und Sina, die Böschung gründlich abzusuchen. Nilpferde sollen ja auch nicht wenig aggressiv sein und scheinbar sollen die Nilufer in dieser Gegend Krokodil verscheucht sein. Obwohl wir das nicht wirklich glauben, halten wir uns an das Verbot von Anita. Im Anschluss geht es ab in das extrem grausige Zimmer. Das letzte Mal hatten wir ein solches Zimmer in Wadi Halfa im Sudan. Allerdings um 400 % günstiger und ohne Ratten.

12.08.08 Murchinson – Hoima (115 km)Wie schon gewohnt brechen wir wieder bei Sonnenaufgang auf. Doch das frühe Aufstehen war in diesem Fall kein Problem, denn der Lärm der Ratten war dermassen laut, dass wir froh sind, die Unterkunft verlassen zu können. Wieder kämpfen wir uns über den extrem schlechten Weg Richtung Hafen. Da wir auf dieser Strecke kein Gate des Nationalparks passieren, halten wir uns ab heute illegal im Park auf. Eine Stunde zu früh erreichen wir den Hafen und dann heisst es, warten auf Jimmy. Jimmy ist die einzige Person, die die Nilfahrten koordiniert, Buchungen aufnimmt und abkassiert. Wenn es Jimmy nicht mehr gibt, gibt es wahrscheinlich auch keine Bootsfahrten zu den Murchisons Falls mehr – zumindest vorübergehend nicht. Der Luxus von selbstständig und alleine reisen ist mit so einer Bootsfahrt wieder kurzfristig unterbrochen. Mit ca. 40 Leuten an Board tuckern wir gemütlich den Nil entlang Richtung Murchinson Fälle. Zahlreiche Tiere angefangen von Wasserböcken, Nilpferden, Seeadler, Kingfisher, Warzenschweine, Wasserbüffel, Elefanten bis hin zum legendären Nilkrokodil (viel gehört – bis jetzt nie gesehen) können wir am Ufer beobachten. Die Fahrt bis zu den Wasserfällen dauert 3 h, doch es war wider erwarten sehr gemütlich und vor allem was die Krokodile betrifft sehr interessant. Ich muss eingestehen, dass Anita am Vorabend wohl recht hatte, indem sie uns nicht ans Ufer lassen wollte. Das Gewässer ist tatsächlich Krokodil verseucht.

Der Wasserfall selbst ist gigantisch. Unmengen von Wasser müssen durch eine Engstelle, dementsprechend wild ist das Schauspiel. Der Rückweg geht dann in Flussrichtung wesentlich schneller und wir erreichen kurz nach Mittag wieder unser Auto. Das aus den Rwenzori gewohnte Tomaten-Sandwich – aufgebessert mit Käse und Zwiebel – ist unser Lunch. Dann schleichen wir uns wiederum illegal aus dem Park und machen uns auf den Weg Richtung Hoima. Die Schotterpiste führt durch eine wunderschöne Landschaft, vorbei an Kuhherden, Strohhütten und wie immer sehr vielen Menschen. Kurz vor Sonnenuntergang erreichen wir dann Hoima. Nachdem wir im christlichen Kolpingheim nicht aufgenommen werden, haben wir uns auf einem Campground am Rande der Stadt niedergelassen. Dank Stromausfall geniessen wir das ausgezeichnete Abendessen mit Stirnlampen. Im Anschluss daran haben wir unseren wöchentlichen Kampf mit Silas, da er partout sein Lariam nicht nehmen will. Es ist unglaublich, mit welcher Energie er sich gegen eine Viertel Tablette Lariam wehrt. Doch es hilft nichts, er muss genau gleich, wie wir eben alle müssen in diesem Land. Im Anschluss geht es nur noch ab ins Bett.

13.08.08  Hoima – Kasese (448 km)Wie üblich geht es wieder früh los und wir glühen mit voller Geschwindigkeit auf einer ausgezeichnet guten Asphaltstrasse Richtung Fort Portale. Das glauben wir zumindest. Nach ca. 120 km in der Nähe von Kiboga finden wir dann heraus, dass wir komplett in die falsche Richtung unterwegs sind. Nachdem wir die Karte ein wenig studiert haben, beschliessen wir, von der Hauptstrasse wegzufahren und quer durchs Land auf einer auf der Karten weiss markierten Strasse wieder in die richtige Richtung zu kommen. Die Tankanzeige ist schon im unteren Bereich, als wir uns auf den Weg durch kleine Dörfer, Bananenplantagen und fast unpassierbare Bäche machen. Die Strasse wird immer schmaler und der Strassenzustand immer schlechter und Anitas Gemütszustand immer angespannter. Mehrmals versucht sie mich zum Umkehren zu bewegen. Im Angesicht des niedrigen Dieselstands in unserem Tank und der immer miserabler Strasse wäre dies vielleicht sinnvoll gewesen. Doch wir (ich) beschliessen, diese Buschfahrt durchzuziehen. Wir kommen an einen Fluss, der mehr oder weniger unpassierbar aussieht. Anita will partout nicht aussteigen und fotografieren, als wir ihn dann doch queren. Schlamm bis zu den Autotüren und immer wieder kommt der 4×4 Toyota an seine Grenzen. Auch Anita kommt an ihre Grenzen. Irgendwann müssen wir dann feststellen, dass die Fahrrad-Bananenlieferanten nicht mehr gegen Norden, sondern in unsere Richtung unterwegs sind. Das stimmt uns positiv, denn die müssen irgendwo hin, wo eine grössere Strasse ist. Als wir dann die ersten 36 km nach 1 ½ h zurückgelegt haben, erreichen wir den mitten im Sumpfland gelegenen Ort Bukuya, den wir dann auch wieder auf der Karte finden können. Damit bessert sich dann auch Anitas Stimmung wieder. Die Strasse wird zwar nicht wesentlich besser, doch nach einer weiteren Stunde erreichen wir dann wieder eine Asphaltstrasse, wo wir für die restlichen 150 km dann nur noch 1 ½ h brauchen. Nachdem die Wurzeln, Bananen und das Ziegenfleisch das letzte Mal so gut schmeckten, versuchen wir unser Glück auf dieser Strecke noch einmal und werden mit Kaugummi artigem Kuhfleisch enttäuscht, dafür kaufen wir in unserer Gier 3 riesige Wurzeln, die wir dann staubtrocken hinunter würgen. Die Kinder beschliessen, auf das mitgebrachte Schüttelbrot umzusteigen. Gut gelaunt erreichen wir am frühen Nachmittag Fort Portal. Doch auch das ändert sich, nachdem unsere Uganda Schillings schon wieder aufgebraucht sind und ich auf einer Bank wechseln muss. In Fort Portal wechselt nur die Stanbic Bank und irgendwie muss heute Zahltag oder was immer sein, denn eine Menge Menschen stehen vor den 4 Kassen. Ich reihe mich ein und brauche eine ganze Stunde, während mir ein freundlicher Einheimischer die ganze Zeit im Genick klebt. Ganz nach dem Motto, wenn ich fleissig schiebe, geht es vielleicht schneller. Und dann noch zu guter Letzt der grandiose Wechselkurs mit 25 % Verlust. Aber was solls, das ist Afrika. Als ich aus der Bank herauskomme, habe ich wieder einmal kurzfristig die Nase voll. Wir machen uns auf den Weg Richtung Semliki Nationalpark, wo wir heisse Quellen und einen letzten Stamm des Naturvolkes der Pygmäen aufsuchen wollen. Leicht angeschlagen von den Bankgeschäften erreichen wir wieder eine katastrophale Piste und nach 10 km Rumpelfahrt denke ich mir, dass die Pygmäen auch nicht viel anders sein können als die Leute in der Bank. Ausserdem ist es sowieso nicht unbedingt unser Fall, Menschen wie im Zoo zu besuchen und deshalb drehen wir um. Auf dem Rückweg zücken wir dafür wieder unsere Kamera und können einige der grandiosen Shops am Strassenrand fotografisch festhalten. Zurück in Fort Portal legen wir die restlichen km auf einer guten Asphaltstrasse schnell zurück. Wir checken im White House ein, einem annehmbaren und günstigen Hotel in Kasese ein und geniessen die Abendstimmung im Hof des Hotels. Voller Vorfreude bestellen wir wieder einmal Nudeln und Guacomole mit Chapati. Wir müssen dann aber sehr schnell feststellen, dass die Aromat-Nudeln auf dem Rwenzori-Trekking nicht viel schlechter waren als diese hier. Nach dem Essen kann ich dann Anitas Geburtstagsgeschenk noch einmal aufbessern, indem ich einen Schnäppchen-Gorilla von 50 kg kaufe. Dieser grosse Holzgorilla kostet hier gleich viel wie in Kampala ein 5 cm Gorilla. Und wir haben damit einem kleinen Mann – wahrscheinlich einem Pygmäen – sicher mehr Geld gegeben, als er von einem lokalen Händler bekommen hätte. Somit istes ein fairer Deal. Kurz geht es noch ins Internet und dann ab in die Federn.

14.08.08 Kasese – Lake Bunyonyi (317 km)Driver und Ranger Stephan schmeisst die Familie schon um 5 Uhr aus dem Bett, denn Safari im Queen Elizabeth NP steht wieder auf dem Programm. Ein genialer Schachzug! Da wir das Gebiet ja schon kennen, machen wir uns voller Erwartung auf den Weg, unsere erste Grosswild Safari ohne Driver, Guide und Ranger (ausser Driver Stephan) zu machen. Bei stockdunkler Nacht düsen wir wieder einmal am Equator vorbei Richtung Schotterpiste, die in den NP abzweigt. Es gibt mehrere Schotterpisten, die kein Gate haben und da wir vor 14 Tagen schon einmal mit dem Guide hier waren, finden wir uns ein wenig zurecht, wie wir Registrierung und Bezahlung umgehen. Als Driver Stephan dann in die Schotterstrasse einbiegt, ist die Ausbeute an Wildtieren nicht wirklich gross. Ein Auto ohne Schiebedach und evtl. doch nicht die richtige Piste machen es schwierig, im Grasland Tiere zu entdecken. Nichts desto trotz kurven wir durch die Gegend auf der Suche nach einem Löwen. Wir sehen einige Gazellen, Wasserbüffel und Warzenschweine. Auch stellen wir bald fest, dass die anderen Minibusse und Jeeps ebenfalls nicht wirklich erfolgreich sind auf der Suche nach Löwen. Nach 2 ½ h Safaritrip verlassen wir dieses Gebiet mehr oder weniger erfolglos. Da wir immer noch ein Uganda Schilling Problem haben, beschliessen wir über einen Umweg zur nächst grösseren Stadt, Mbarara, zu fahren, um dort noch einmal Geld zu wechseln. Mit dem letzten Tropfen Diesel und mit dem letzten Schilling erreichen wir diesen Ort. Das Geldwechseln läuft ein wenig erfolgreicher, doch der Erfolg, Nahrungsmittel aufzutreiben, geht in die Hose. Über eine üblich schlechte Asphaltstrasse hüpfen wir von einem Schlagloch zum andern Richtung Kabale. Die Fahrt ist landschaftlich wieder einmal ausserordentlich schön und komplett anders als im Norden des Landes. Grosse flache Wiesen und Kuhherden und ein etwas modernerer Baustil zieren das Land. In Kabale halten wir uns nur kurz auf, um im Gorilla Office zu erfahren, wie wir es am besten machen, da wir ja 2 Permits an verschiedenen Orten haben. Es wird uns empfohlen, nach Buhoma zu fahren, von wo aus ich dann beim 2. Permit 2 h durch den Wald gehen kann, um die Gruppe zu erreichen. Diese Info reicht uns dann aus und wir machen uns auf den Weg zum Lake Bunyoni, wo wir direkt am See eine nette Unterkunft finden. Wir geniessen das Ambiente am See und beschliessen, heute etwas früher und gemütlich Abend zu essen, nachdem wir den ganzen Tag mehr oder weniger nichts gegessen haben. Schon um 17:00 h geben wir unsere Bestellung auf. Die Kinder sind unglaublich brav am Spielen im Garten. Wenn man bedenkt, dass sie schon seit Tagen zwischen 5 und 6 Uhr aus den Federn müssen, halten sie sich recht gut. Wir beschliessen, heute auf den Putz zu hauen und bestellen 2 Tomatensuppen, einen Salat, 1x Fisch mit Reis und 1x Fisch mit boiled Potatos, Als die Bestellung aufgenommen wird, werden wir gefragt, ob wir erst um 19:00 h essen möchten oder so bald wie möglich. Nachdem in der Karte schon drauf hingewiesen wird, dass die Speisen zwischen 60 und 90 Minuten dauern, sind wir darauf gefasst, etwas länger gemütlich sitzen zu können. Nach 2 h bekommen wir dann eine Gemüssesuppe aus dem Packl. Gewaltig! Eine Viertelstunde später kommt der freundliche Kellner wieder und fragt uns, ob wir bemerkt haben, dass bei der Bestellung etwas schief gelaufen ist und wir gleich die 2. Suppe – diesmal Tomatensuppe – bekommen würden. Nach einer weiteren halben Stunde bekommen wir dann die 2. Suppe aus dem Packl. Inzwischen ist es schon stockdunkel, es hat abgekühlt und die Kinder werden es nicht mehr lange packen. Silas kurvt schon umher wie ein Schlafwandler. Nachdem wir um 17:00 h as soon as possible bestellt haben, bekommen wir dann tatsächlich um 20:15 h unsere Hauptspeisen. Abgesehen davon, dass die Kinder beim Essen fast eingeschlafen sind, essen sie ganz brav. Den Salat haben wir auch schon abgeschrieben, aber man staune, kurz bevor wir den Hauptgang beendet haben, ist dann auch noch der Salat gekommen. Unglaublich aber wahr, trotz der Warterei waren wir alle guter Laune, als wir schliesslich schlafen gehen. Nicht einmal der Ober-Zwiderwurz spinnt!

15.08.08 Lake Bunyoni – Kisoro – Buhoma Bwindi NP (144 km)Wir wagen es trotz dem megaschnellen Abendessen gestern, hier auch noch zu frühstücken. Und man staune, wir schaffen das sogar innerhalb einer Stunde. Im Anschluss machen wir uns auf den Weg Richtung Kisoro. Der Ort liegt im äussersten Südzipfel Ugandas und man ist schon fast im Kongo, bzw. in Ruanda. Das merkt man auch an der Militärpräsenz. Doch bevor wir den Ort erreichen, sind wir wieder einmal auf Fotojagd entlang des Lake Bunyoni. Das wäre eine sehr schöne Gegend zum Mountain biken, landschaftlich wunderschön. Der Ort Kisoro ist wieder einmal ganz anders, als das was wir bisher gesehen haben. Fast um jedes Haus gibt es eine Steinmauer und die Häuser sehen aus wie ausgestorben. Wieder einmal steht Vorräte aufstocken auf dem Programm. Eigentlich haben wir diesen Ort nur wegen den auch hier vorhandenen Pygmäen aufgesucht. Die haben wir allerdings nicht gefunden und auch ein Mittagessen in einem Touri-Lokal ist uns nicht wirklich gelungen. Nachdem wir nach einer Viertelstunde immer noch keine Bestellung aufgeben können, beschliessen wir, in einem Shop einzukaufen. Es kommt mir so vor, wie wenn wir am Arsch der Welt wären und es für die nächsten Wochen nirgends mehr was zum Einkaufen gibt, wenn ich Anitas Einkaufswut betrachte. Anita ist nach wie vor der Meinung, sie hat ganz normal eingekauft. Mit vollen Taschen machen wir uns dann auf den Weg Richtung Buhoma. Die Strasse – wie schon gewohnt miserabel und zur Abwechslung einmal extrem staubig – fordert wieder alles von unserem braven Toyota. Mit Vollgas glühen wir durch Wälder, Dörfer und hin und wieder verschwindet ein am Strassenrand stehender Mensch im Staub. Es gibt in dieser Region keinen Fleck, der nicht landwirtschaftlich genutzt wird. Fast senkrechte Kartoffelacker, Kohl, Getreide, Bananen, usw. wachsen auf allen Hangneigungen. Als wir in Buhoma ankommen, machen wir uns zuerst auf den Weg zum Headquarter vom UWA, um abzukären, wie das Ganze morgen ablaufen soll. Im Anschluss finden wir ein nettes Zelt im Dschungel. Wir packen unsere 7 Sachen hinein und machen noch einen Spaziergang durch den Ort. Was uns noch auffällt, ist, dass es in dieser Region plötzlich wieder das uns schon aus Äthiopien bekannte „Give me money“ gibt. Der Ort besteht aus 5 Souvenirläden und zahlreichen Lodges von der billigsten bis zur 450 € Nacht. Zurück im Zelt starten wir dann wieder einmal unseren Kocher und surprise surprise es gibt Kartoffelpüree mit Tomatensalat. Wieder einmal enden wir zu 4 in einem viel zu schmalen Doppelbett und wieder einmal beginnt der Kampf um die Decke. Anita ist der Meinung, dass wir alle schön brav unter dem weissen Leintuch liegen müssen, um ja keinen Kontakt zur oben liegenden Wolldecke zu bekommen. Das ist natürlich ganz einfach mit 2 zappelnden Kindern. Die ganze Nacht verschwindet das weisse Leintuch Richtung Anita mit der darauf liegenden Wolldecke natürlich.

16.08.08 Bwindi NP
Heute macht sich Anita auf den Weg zum Gorilla Trekking, während ich mit den Kinderlein im Camp bleibe. Am Anfang machen wir einen Spaziergang Richtung Nationalpark, der aber schon bald endet, da es nicht erlaubt ist, ohne Guide in den Bwindi Forest zu gehen. Auch den Wasserfall finden wir nicht und so machen wir uns mit dem Auto auf den Weg, zur im Ort gelegenen Gorilla-Klinik. Doch auch das ist nicht wirklich spannend. Die Klinik besteht aus einer kleinen Holzhütte und Patienten gibt es keine. Zurück beim Zelt reinige ich zum xten Mal mein noch nie wirklich im Einsatz gewesenes Stativ, während die Kinder rund um die Hütte mit ihrem Lieblingsspielzeug – den Holzstöcken – spielen. Silas schreit plötzlich wie am Spies, die beiden kommen um die Ecke und Sina erklärt mir, dass Silas einen Stock ins Aug bekommen hat. Es gibt eine Tachtel und beide landen im Bett. Danach ist Ruhe. Nach dem Aufwachen gibt es Thunfisch Sandwich und ein Coke. Dann taucht auch Anita schon wieder auf. Den restlichen Nachmittag verbringen wir gemütlich im Camp. Unsere Futtertonne geht langsam dem Ende zu. Püree und Ei ist aus, daher gibt es zum Abendessen nur Chinese noodle soup und das bei sinnflutartigem Regen. Mal sehen, ob für mich morgen auch noch ein Platz für das Gorilla Trekking hier frei ist. Wenn nicht, müssen wir um den ganzen Nationalpark herumfahren, da mein Permit für die andere Seite vom Park gilt. Der Kampf um die Bettdecke beginnt von neuem.

17.08.08 Buhoma – Kabale – Nkuringo Bwindi NP (182 km)
Bald stellt sich heraus, dass heute hier kein Platz für mich frei ist. Schnell haben wir zusammengepackt und sitzen im Auto mit meinem Bleifuss auf dem Gaspedal. Die Strecke kennen wir ja nun schon und können umso mehr Ralley fahren. Irgendwie frage ich mich, ob es der ganze Aufwand wert ist, jetzt wieder 8 h durch die Gegend zu kurven, um eine Stunde Affen zu sehen. Da der Diesel schon wieder fast aus ist und wir wieder einmal keine Uganda Schillings mehr haben und ausserdem auch noch die Windeln von Silas ausgegangen sind, müssen wir zurück nach Kabale. Zum Glück ist heute Sonntag. Fast alle Geschäfte haben geschlossen und nur eine Wechselstube in einem Hotel wechselt. Dementsprechend miserabel ist der Wechselkurs und ich verzichte dankend. Wir bekommen Windeln, tanken mit unseren letzten Schillings  das Auto halb voll und machen uns wieder aus dem Staub, bzw. in den Staub auf. Auch der Weg Richtung Nkuringo führt uns wieder durch eine wunderschöne, bis auf den letzten Zentimeter genutzte Landwirtschaft. Am frühen Nachmittag erreichen wir eine 0-Luxus Campsite, wo die Kinder den Nachmittag im Grünen geniessen können. Das Camp besteht aus einer Betonbaracke mit Blechdach. Es gibt ein Plumsklo und eine Buschdusche und das war es dann auch schon. Wieder haben wir unseren Gaskocher im Einsatz. Natürlich gibt es auch hier wieder wie jeden Nachmittag ein Megagewitter. Der Blitz schlägt direkt vor unserer Zimmertür ein. Schwein gehabt, 5 min. früher sind wir noch alle draussen gesessen. Unglaublich aber wahr, auf meinem Blackberry kommen 160 E-mail herein, dank Congo Net. Da sitzt man am Arsch der Welt unter einem Blechdach im strömenden Regen und plötzlich gibt es Hightech Netz in einem Land, das wir von zu Hause nur aus negativen Schlagzeilen kennen. Auf das Duschen verzichten wir und nachdem sich noch eine grössere Spinne unter unser Bett verkrochen hat, verkriechen wir uns auch im Bett.

18.08.08 Nkuringo – Kabale – Mbarara (206 km)Heute ist für mich der grosse Tag, während Anita mit den Kindern in der schönen Lodge verbringen muss. Bei dichtem Nebel und starker Bewölkung mache ich mich um 7:00 h auf den Weg zum Gate. Die Registrierungsprozedur erinnert mich sehr an die ersten 3 Wochen im Mapato Haus. Es dauert ca. 2 h bis 8 Leute registriert sind und das Briefing stattgefunden hat. Dann fahren wir 20 min. mit einem Kleinbus Richtung Kongo Grenze. Von da aus geht es dann extrem steil durch das überall landwirtschaftlich genutzte Gelände bergab. Quer durch Dörfer und Bananenplantagen machen wir uns auf den Weg in den Wald. Jeder Landbesitzer, dessen Land wir durchqueren, bekommt eine Entschädigung. Nach 600 Hm Abstieg geht es endlich in den dichten Wald. Doch schon nach kurzer Zeit und wenige Minuten, nachdem wir das letzte abgeholzte Feld überquert haben, können wir den ersten Gorilla auf einem Baum liegen sehen. Die ersten Sonnenstrahlen kommen jetzt auch durch die Wolkendecke. Die Nkuringo Gruppe besteht derzeit aus 18 Tieren und wir haben grosses Glück, die meisten von ihnen auf einer Lichtung unter einem Baum zu sehen. Silberrücken, Jungtiere und das alles bei Sonnenschein und ohne störendes Gebüsch. Wenn man die Tiere dann von der Nähe sieht und bis auf 2 m an den Silberrücken herankommt, weiss man, warum man hier ist. Schnell ist die Stunde vorbei und es geht wieder retour zum Auto. Auf dem Rückweg kann ich noch zahlreiche gute Bilder vom Dorfleben machen. Um 14 h bin ich dann wieder bei Anita und den Kids. Schnell haben wir zusammengepackt und es geht dann anfangs etwas gemütlicher zurück nach Kabale. Auch hier nutzen wir die Abendsonne, um zahlreiche Fotos zu machen. In Kabale angekommen sind nun die Uganda Schilling komplett fertig. Und da es schon nach 17 h ist, haben natürlich alle Banken und Wechselstuben geschlossen. Das Geldwechseln und das gemütliche Abendessen fallen somit ins Wasser und nach einem kurzen Blick auf die Karte beschliessen wir, bis nach Mbarara weiterzufahren. Wieder einmal gibt es Ziegenfleisch und Bananen auf dem Weg. Der Sprit reicht tatsächlich aus und wir erreichen bei Nullstandsanzeige und blinkendem Dieselwarnlicht Mbarara. Die letzten Kilometer müssen wir bei Dunkelheit zurücklegen, was bei den katastrophalen Strassenzuständen nicht wirklich super ist. 2 schwere Verkehrsunfälle kurz vor Mbarara machen uns klar, dass es absolut nicht empfehlenswert ist, in der Nacht zu fahren. Bei der Unterkunftssuche machen wir einen Lottosechser, billig, sauber und sehr ruhig für eine Stadt und das mit Warmwasserdusche und Frühstück und ohne lange zu suchen, was will man mehr. Nachdem wir alle in der Dusche waren und die Kinder schlafen, können wir noch ein paar Seiten Tagebuch nachschreiben.

19.08.08 Mbarara – Kampala (280 km)Wie soll es anders sein, auch hier haben wir ein kleines Problem mit dem Geldwechseln. Die Bank öffnet erst um 9:30 h und wir haben schon um 7:00 h gefrühstückt und wollen eigentlich früh in Kampala retour sein. Irgendwo in unseren Taschen können wir dann tatsächlich noch 30000 Uganda Schillings finden, das sind ungefähr 12 Euro. Das reicht gerade aus, um die Tankfüllanzeigung vom Blinklicht zu befreien. Wir hoffen, dass es sich ausgeht und wir die nächste ca. 200km entfernte etwas grössere Stadt erreichen können. Die Asphaltstrasse ist nicht gerade besser, nur weil wir der Hauptstadt näher kommen und auch der Sprit wird wieder einmal viel schneller weniger als erwartet. Unsere Kinder haben schnell wieder Hunger und da waren sie wieder unsere 3,4,5 Problemchen, summsende Kinder, leichter Hunger, die Ungewissheit, ob der Sprit noch ausreicht, keine Landeswährung und noch viel zu viele Kilometer bis zur nächsten Bank. Doch wir reiten auf dem letzten Tropfen Diesel in einen Ort mit Standic Bank, der Wechselkurs ist wieder gleich mies wie schon gehabt, aber zumindest ist die Prozedur dieses Mal nach 10 min vorbei. Wieder gibt es um 80 000 Schilling Diesel, das sollte nun reichen, um nach Kampala zu kommen. Bei der Berechnung habe ich nur nicht eingerechnet, dass mich die nette Tankwartin um 20 000.– bescheisst, in dem sie den Zählerstand nicht zurückstellt. Als wir Kampala erreichen, ist der Füllstand wieder schwer unter Null. Die Stadt beginnt schon ca. 10 km vor dem eigentlichem Zentrum und damit beginnt auch der dreispurige Stau. In dritter Reihe stehen wir dann plötzlich. Nur die Ruhe bewahren, es wird schon weitergehen. Ein weiterer Versuch, das Auto zu starten gelingt und wir rollen weiter. Zu guter letzt geht es dann auch noch bergauf, doch wir schaffen es tatsächlich, unser Ziel zu erreichen. Nach Geldwechsel und tanken nützen wir dann noch unser Mietauto aus, um ein Hotel zu suchen und Souvenirs zu kaufen. Der Stadtverkehr ist wirklich spannend. Nachdem wir zum dritten Mal durch eine Einbahnstrasse in verkehrter Richtung fahren, finden wir endlich das gesuchte Hotel. Doch leider liegt es im Marktviertel und hat keinen gesicherten Parkplatz. Das riskieren wir nicht. So fahren wir weiter zum Hotel, das wir schon kennen und geniessen dann noch ein gutes Abendessen beim Italiener. Um 21:00 h wird dann auch noch unser Auto abgeholt. Dabei stellen wir fest, dass wir ein kleines Plastikteil verloren haben. Ich bezahle 25 US$ und die Sache ist erledigt. Dalton, der Mann von der Agentur, wird uns morgen noch nach Entebbe liefern. Auch das Permit für die Schimpanseninsel haben wir bekommen. Zu guter letzt packen wir dann noch unsere Sachen komplett um und sortieren die Sachen, die wir endgültig in Uganda lassen.

20.08.08 Entebbe
Nach einem gemütlichen Frühstück im Hotel kommt uns Dalton pünktlich um 9:30 h abholen und wir düsen nach Entebbe. Wir haben es sogar geschafft, den übergrossen Holzgorilla so zu verpacken, dass er mit grosser Wahrscheinlichkeit ohne Schaden zu Hause ankommen wird. In Entebbe angekommen haben wir schnell ein Hotel gefunden und schon stehen wir am Steg, bereit zur Abfahrt zur Schimpanseninsel. Gewitterwolken ziehen auf, mittelgrosse Wellen sind zu erwarten und wir müssen 1 h Boot fahren. Hurra, das habe ich mir gewünscht! Die Bootsfahrt verläuft aber überraschend gut und nach 45 min. erreichen wir die Insel. Nach fast einer Stunde Einführung und Belehrung können wir dann für eine halbe Stunde die Schimpansenfütterung beobachten. Das ganze läuft ab wie in einem etwas besseren Zoo in Europa und ist die US$ 60.– pro Person nicht wirklich wert. Kurz bevor wir wieder aufs Boot steigen, entdeckt Sina dann noch einen megagrossen Waran und dann geht es zurück zum Festland. In einem schönen Garten beim Chinesen essen wir dann zu Abend und spazieren zurück in unser Hotel.

21.08.08 Entebbe
Der heutige Tag ist eigentlich nur noch ein Wartetag für den Heimflug. Wir beschliessen, mit den Kindern in den Zoo zu gehen. Das ganze ist aber auch nicht wirklich spannend, da ja unsere Kids alle Tiere, die es in diesem Zoo gibt, schon in der freien Natur beobachten konnten. Doch der Vormittag geht schnell herum. Am Nachmittag schleichen wir uns dann noch in den botanischen Garten ein, wo wir die Sonne am Strand des Viktoria Sees geniessen können. Afrika neigt sich dem Ende zu, die letzten Packarbeiten sind erledigt und wir geniessen eine Nacht mit so vielen
Mückensticken wie noch nie.

22.08.08 Entebbe – Dubai
Frühstücken, Tagebuch schreiben, auschecken und ab geht es zum Flughafen. Beim Einchecken am Flughafen geht es wieder einmal drunter und drüber und das, obwohl wir 4 h zu früh dran sind. Das Computersystem funktioniert nicht, daher verzögert sich unser Abflug um 1 ½ h. Schlussendlich geht es los und wir erfahren, dass wir in Äthiopien eine kleine Zwischenlandung haben. Aber was solls, damit verringert sich dann auch die Wartezeit in Dubai. Die Kinderlein sind brav im Flieger, aber ansonsten ist es mühsam wie immer, wenn man stundenlang sitzen muss.

23.08.08 Dubai – München
Um 1:30 h erreichen wir Dubai und hängen die halbe Nacht im Flughafen herum. Der Flughafen ist heillos überfüllt und es gibt nicht einmal am Boben ausreichend Plätze, da die Leute überall liegen und schlafen. Schlussendlich finden wir dann doch noch 2 freie Stühle, besorgen für unsere Kinder 2 Emirates Kinderwagen und verbringen die restlichen Stunden bis zum Weiterflug im Halbschlaf. Pünktlich fliegen wir dann ab nach München und erreichen Europa am frühen Nachmittag. Da wir schon ein Flughafentaxi organisiert haben, rechen wir nicht damit, dass wir empfangen werden. Doch Überraschung, Petra, Frank und Emily bilden das Empfangskomitee und wir haben uns natürlich riesig darüber gefreut. Als wir ins Taxi steigen fragt Silas ganz begeistert: Fahren wir jetzt zu mein Kramsach? Zu Hause erwarten uns dann noch Kuchen, Blumen und Sekt – danke liebe Uschi!

Die Reise war wieder sehr schön und doch sind wir froh, dass wir wieder zu Hause sind. Die Erlebnisse in der Serengeti und bei den Berggorillas waren fantastisch. Der Zoll ist im Nachhinein gesehen für afrikanische Verhältnisse trotz 3-wöchiger Abwicklungszeit problemlos verlaufen und jetzt, wo wir die Rwenzori Mountains ein wenig verdaut haben, müssen wir sagen, dass diese Bergregion sicher einzigartig ist.

Zu guter Letzt möchten wir uns wieder bei allen bedanken, die unser Abenteuer mitverfolgt haben. In diesem Sinne – DANKE, es ist immer schön, wenn man weiss, dass zu Hause Menschen sind, die gedanklich mit auf unserer Reise sind
Stephan, Anita, Sina, Silas

Wir haben versucht, alle Erlebnisse einwenig festzuhalten und haben wieder einmal unzählige Fotos und Filmaufnahmen machen können. Da wir es ja im letzten Jahr nicht geschafft haben, einen Vortrag zu machen, ist nun als Abschluss für Transafrika I und II ein gesamter Multimedia Vortrag für den Januar/Februar 2009 geplant. Genaue Daten und Veranstaltungsort werden in Kürze bekannt gegeben. Wir werden das Datum noch vor meiner Abreise zur Manaslu-Expedition 6.9 – 18.10.08 festlegen.

Übrigens: Ablauf und News der Manaslu-Expedition werden ab Startdatum auf www.alpinist.at und www.stephan-keck.at online sein.

Text und Fotos Anita u. Stephan Keck