Everest back to the roots Expedition 2008


SOLO
SCHIABFAHRT
OHNE TRÄGER
OHNE SAUERSTOFF by fair means.                    Stephan Keck

Everest: 8849m   Zeitraum : 16. März – 31. Mai 2008

Geplanter Ablauf:

16. März – 6: April     Akklimatisation Aconcagua und Ojos de Salado Chile

7.8.9. April               Briefing bei der nepalesischen Regierung, Flug nach Lukla, Treffen mit Träger und Koch, weiter nach Phakding

10. April                   Namche Bazaar, das Tor zur Khumbu Region

11. April                   Thyangboche

12. April                   Italian Research Station

13. April                   Kala Pattar

14. April – 4. Mai    Ankunft im Everest Basislager (BC) bei der Moraine unterhalb des grandiosen Khumbu Eisfalles. Hier verbringe ich einige Tage
zur Akklimatisation. Die nächsten Wochen werden damit verbracht, sich in den Khumbu Eisfällen zu orientieren und die geplanten 3 Lager einzurichten. Dies erfüllt gleichzeitig auch den Zweck einer optimalen Akklimatisation. Ich werde 1 oder 2 Nächte im Camp III übernachten, dann wieder ins Basislager zurückkehren.

5. – 9. Mai     Fit und akklimatisiert kehre ich zum BC zurück. Während der nächsten 5 Tage ist ausruhen angesagt. Ich werde essen, schlafen, essen, schlafen, um mich so für den Gipfelsturm vorzubereiten.

10. – 31. Mai     Ich steige zum Camp I auf, anschliessend zu Camp II und zum Camp III und schlussendlich zum South Col, wo ich schliesslich mein letztes Camp aufbaue. Mein Ziel ist es, den Gipfel zwischen dem 15. und 25 Mai zu erreichen. Ich bin auch darauf vorbereitet, im Base Camp auf gutes Wetter für den Gipfelsturm zu warten. Spätestens Ende Mai geht es zurück nach Lukla und Kathmandu.

Philosophie:

In der Vergangenheit konnte ich viele Ziele erreichen, sowohl als Bergsteiger wie auch als Bergführer. Ich war Expeditionsleiter in Südamerika, Indien, Pakistan, Nepal und Tibet. Das Geschäft mit hohen Bergen ist ein zweischneidiges Schwert. Je länger ich Gäste auf 8000er führte, umso mehr fragte ich mich nach dem Sinn meiner Arbeit. Erst nach mehreren Jahren Training und unzähligen Bergtouren in Höhen zwischen 5000 und 7500 m wagte ich es, einen 8000er zu besteigen. Respekt und Training führten mich meistens auf den Gipfel – und was noch wichtiger ist – auch wieder nach Hause. Meiner Meinung nach geht der Massentourismus in den Bergen in eine falsche Richtung. Deshalb gehe ich nur noch mit Gästen auf 8000er, die ich schon über Jahre kenne und die in der Zwischenzeit schon mehr oder weniger gleichwertige Partner geworden sind.

Everest back to the roots –  Für mich ist das ein Schritt zurück bis zu den Anfängen meiner alpinen Karriere. Back to the roots heisst für mich, zurück zu fairem Alpinismus. Ein Ziel nur mit Hilfe der Natur – und ohne Zusatz von technischen Hilfsmittel wie Sauerstoff – zu erreichen und vor allem mit dem nötigen Respekt der jeweiligen Kulturen und der Natur gegenüber. Nur mit der eigenen Kraft in den Bergen zu sein – ohne die Hilfe von Trägern – bedeutet für mich die ursprüglichste Konfrontation von Mensch und Natur. Heutzutage können wir so ziemlich alles kaufen. Deshalb bedeutet mir der Weg zurück zum Minimum so ungeheuer viel.
Everest back to the roots Expedition 2008 SOLO – Skiabfahrt, OHNE Träger, OHNE Sauerstoff by fair means.

Seit dem späten 19. Jahrhundert sind Abenteurer fasziniert von der Besteigung des höchsten Berges der Welt. Der Mt. Everest hat eine imposante Höhe von 8850 m. Nach 29 Jahren unzähliger Versuchen standen Sir Edmund Hillary und Sherpa Tenzing Norgay am 29. Mai 1953 als die ersten Menschen auf dem spektakulären Gipfel. Diese beiden mutigen Bergsteiger nahmen den Weg durch den South Col kommend vom Khumbu Gletscher und der Aufstieg folgte weiter via den südöstlichen Grat. Diese Route wird heute als Normalweg bezeichnet und ist die Route, welche ich versuchen werde

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Text und Bilder Stephan Keck