BC – Wartephase geht dem Ende zu

16.05.08 BC 5364m
Noch ein Tag im BC – nachdem der Wetterbericht täglich ein wenig schwankt, habe ich mich entschieden, noch einen Tag abzuwarten. Wie schon so viele Tage hänge ich dann im BC herum, packe die letzten Dinge für den nächsten Aufstieg, bin zur Abwechslung wieder einmal bei Noppa und Kobi zum Abendessen eingeladen und bin voll motiviert zum nächsten Aufstieg. Ich weiss inzwischen, dass Noppa noch abwarten wird und Kari mit seiner Gruppe wahrscheinlich einen Tag nach mir starten wird. Mein Plan ist, in der nächsten Nacht um ca. 2 h zu starten, um nicht wieder in die volle Sonne zu kommen und bis zum Lager III aufzusteigen. Ich will dann einmal übernachten und dann retour bis ins BC zum Ausruhen. Beim nächsten guten Wetter dann Summit Push – so ist zumindest der Plan.

Purna versorgt mich vor dem Aufstieg wie immer mit bester Verpflegung

Der Gipfelrucksack ist gepackt

Aufstieg zum Lager II

17.05.08 Aufstieg Lager II 6500m
Fast pünktlich um 3 h krieche ich aus meinem Zelt. Es ist überraschend warm, aber was mich mehr stört, ich kann keine 10 m sehen – dichter Nebel und extrem hohe Luftfeuchtigkeit, bzw. leichtes Nieseln. Schon nach einigen Schritten kann ich von meinem Zelt nichts mehr erkennen. Der Weg durch das BC geht die ersten 10 Min. noch gut, doch schon bald komme ich auf den Gletscher und durch den leichten Schneefall und null Sicht ein wenig vom Weg ab. Niemand startet heute um diese Zeit zum Aufstieg und so irre ich sicher 2 Stunden durch den Beginn des Gletschers. Auf und ab über die Eismoränen, vorbei an nicht ganz zugefrorenen Seen bis ich dann endlich auf die richtige Spur komme. Der Weg durch den Khumbu Gletscher schaut irgendwie jedes Mal anders aus. Das Wetter und die Wärme verändern das Eis ständig. Solange einem bewusst ist, wie gefährlich der Aufstieg durch diese Eismassen wirklich ist und solange man Respekt vor jeder Leiter und jeder Spalte hat, kann man zumindest bewusst manche offensichtlich erkennbare Gefahrenstelle schneller umgehen. Trotzdem möchte ich nicht wissen, wie oft man hier sehr knapp an einem Unglück vorbeigeht. Nach meinem anfänglichen Irrweg komme ich sehr gut voran und erreiche schon um 8 Uhr Lager II. Ich lege meine Sachen ab und mache eine kurze Pause. Meinen ursprünglichen Plan, heute noch Lager III einzurichten, verwerfe ich. Da ich wieder mit voller Last in die Mittagshitze kommen würde, ist dieser Plan für mich
ausgeschlossen. Ich starte ohne Gepäck und versuche mich dadurch etwas besser zu akklimatisieren. Der Weg durch die Lhotseflanke ist extrem steil und alles mit Fixseilen versichert. Unzählige Bergsteiger und Träger quälen sich nach oben. Ein Helm wäre kein Nachteil. Nach meinem Aufstieg durch die Lhotseflanke bin ich froh, noch eine Ruhenacht in Lager II zu haben. In der Zwischenzeit ist auch die Kobler Gruppe im Lager II angekommen. Es ist immer gut, Freunde in der Nähe zu haben. Erstens steigt die Sicherheit und zweitens ist es ganz nett, wenn man nicht immer nur alleine im Zelt sitzt. Leider habe ich heute mein Satphone den ganzen Tag eingeschalten lassen und nun ist der Akku leer. Kari Kobler lässt mich einen kurzen Anruf zu Hause machen. Ich teile Anita mit, dass ich mich entschlossen habe, nicht mehr abzusteigen und mich in den nächsten Tagen Richtung Gipfel vorarbeiten werde. Erstens ist der Wetterbericht entsprechend gut und 2. steigt auch Kari Kobler Richtung Gipfel auf, was für mich wieder etwas mehr Sicherheit gibt. Gianni und Richard kenne ich schon seit meiner ersten Expedition zum Shisha Pangma und wir sind inzwischen gute Freunde geworden. Sie sind die einzigen 2 im Kobler Team, die es auch ohne Sauerstoff versuchen wollen und sie haben mir angeboten, dass ich im Lager 4 eventuell bei ihnen im Zelt übernachten kann. Das ist natürlich eine riesige Erleichterung für mich. Erstens spare ich an Aufstiegsgewicht und 2 ist es aus gesundheitlicher Sicht eine grosse Erleichterung, wenn man bei einer Übernachtung auf 7900m
gegenseitige Kontrolle hat. Gianni war schon am Nanga Parbat mein Zeltpartner und mit Richard komme ich
sicher auch gut aus. Wir haben am heutigen Nachmittag noch länger über Sauerstoff oder nicht Sauerstoff diskutiert. Dazu gibt es für mich eine klare Meinung: Wenn ich den Gipfel unbedingt erreichen will, muss ich Sauerstoff verwenden. Dann geht es mir nur um das Ziel, nur darum, mit allen mir zu Verfügung stehenden Mitteln, sprich Trägern, Climbing Sherpas, Fixseilen und eben Sauerstoff ans Ziel zu kommen. Wenn ich den Weg als Ziel sehe und unter bestem Training, mit den natürlich vorhandenen Kräften mich und meine Lasten, sprich die gesamte Logistik, die ich am Berg brauche, aus eigener Kraft ohne Sherpa und Sauerstoff auf und ab bewege, muss mir einfach bewusst sein, dass die Gipfelchance am Everest nur bei 3% liegt. Auch wenn ich von den ohnehin vorgegebenen Hilfsmitteln wie Leitern im Khumbu Eisbruch und Fixseilen durch die Lhotseflanke einen Nutzen habe, werden die Chancen ohne Sauerstoff immer sehr gering sein und das Risiko keinen Erfolg zu haben oder schwere Erfrierungen davonzutragen immer wesendlich höher sein. Die Entscheidung, Sauerstoff oder nicht ist also ganz einfach und die Leistung oder Risikobereitschaft hat jeder selber in der Hand. Für mich persönlich gibt es Bergsteigen nur ohne Sauerstoff und ich hoffe, dass ich immer in der Lage sein werde, umzukehren, bevor der Sauerstoffmangel mein Gehirn zu sehr beeinflusst. Ich denke, dass das Sauerstoffbergsteigen an Bergen wie K2, Kantsch oder eben Everest sicher seine Berechtigung hat – höchste Sicherheit und grösste Erfolgschancen sind dadurch garantiert. Für mich ist es nicht der natürliche Weg, deshalb verzichte ich auf Sauerstoff. Natürlich gehen die Meinungen auseinander und wir
sind auf keine allgemeine Lösung gekommen. Aber wir sind uns einig, dass wir dasselbe Ziel haben. Am Abend verkrieche ich mich müde in mein Zelt. Ich versuche noch 3 verschiedene Fertiggerichte zu kochen und auch zu essen, doch ich bringe wieder einmal nichts so richtig runter. Zumindest trinke ich noch fast 3 Liter. Ich packe meinen Rucksack für die nächste 3-4 Tage und schlafe dann bald tief und fest.

Lager II

Auf dem Weg ins Lager III

18.05.08 Aufstieg Lager II 6500m zu Lager III 7200m
Um 4 Uhr schlüpfe ich aus dem Schlafsack. Im Zelt ist alles gefroren. Wenn ich mich bewege, ist es wie wenn es im Zelt schneien würde. Schnell bin ich angezogen und stehe bei sternenklarem Himmel mit meinem
20 kg Rucksack bereit zum Aufstieg. Es ist angenehm kühl und ich bewege mich langsam von der Zeltstadt weg Richtung Lhotseflanke. Am Anfang bin ich ganz alleine unterwegs, doch schon bald überholen mich die ersten Träger. Die ersten 2 Std. geht es ziemlich flach bis zur Flanke. Kurz bevor die Sonne aufgeht wird es dann saukalt und ich muss kurz anhalten, um meine Finger und Zehen zu wärmen. Dann beginnt ein ewiger Aufstieg über Fixseile zum Lager III. Es wurden 2 Seillinien verlegt und man kommt gut voran. Ein starker Sturm und das Gewicht am Rücken bremsen mich ein wenig ein. Es scheint zwar die Sonne, aber der Wind und der durch die Luft wirbelnde Schnee machen den Aufstieg durch das 30° – 45° steile Gelände sehr spannend. Immer wieder kommen mehr oder weniger grosse Eisschollen von oben, die absteigende Bergsteiger auslösen. Wie schon erwähnt wäre ein Helm kein Fehler. Mit zunehmender Höhe werde ich immer langsamer und auch das Wetter wird zunehmend schlechter. Die Gruppe von Kari überholt mich bald. Auch Richard und Gianni tauchen bald auf. Wir machen einige Fotos vom Aufstieg, doch sie sind mir bald weit voraus. Lager III ist auf 3 Stufen im Eisbruch aufgeteilt. Gegen 16 Uhr erreiche ich die höchste Stufe, wo auch Karis Lagerplatz ist. Die Zelte sind zwischen Gletscherspalten aufgestellt und der Platz ist schon ziemlich ausgelastet, doch für mein Minizelt ist noch eine Spalte frei. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich bin sehr müde als ich im Lager ankomme. Von den Pitsch und Ritschi, zwei Bergführern aus Karis Team, bekomme ich sofort Tee und Trockenfleisch und Richard und Gianni kommen aus ihrem Zelt und helfen mir beim Aufbau meines Lagerplatzes. Soviel Hilfsbereitschaft und Freundschaft habe ich auf meinen kommerziellen Expeditionen, wo ich als Führer unterwegs war. nicht einmal im eigen Team gesehen. Nachdem mein Zelt steht, beginne ich zu kochen und Schnee zu schmelzen. Das Wetter wird zum Abend hin wieder besser und es gibt eine wunderbare Abendstimmung. Die Nacht im Minizelt auf der Spalte wird dann etwas ungemütlich, aber sie geht schnell vorbei.

Im Lager III

Blick aus dem Zelt im Lager III

Die meisten Bergsteiger steigen bereits aus Lager III mit Sauerstoff auf

19.05.08 Aufstieg Lager III 7200m zu Lager IV 7900m
Heute bin ich erst mit den ersten Sonnenstrahlen aus meinem Schlafsack gekrochen. Im Zelt ist wieder einmal alles aufgeeist und da es sehr eng und klein ist, komme ich wie ein Schneemann aus dem Zelt. Die Schweizer sind schon wieder fast abmarschbereit und ich kann mich noch nicht ganz entscheiden, ob ich auf- oder absteigen soll. Mein Knie meldet sich wieder zurück, das heisst die Spritze, die ich im Lager II von einem Amerikaner bekommen habe, lässt nach 24 Std. schon wieder an Wirkung nach. Auch meine rechte Gesichtshälfte, d.h. meine Entzündung im Ohr meldet sich wieder ein wenig retour – gestern habe ich meine Antibiotika Behandlung beendet. Doch ich fühle mich nicht so schlecht, dass ich ins BC zurück will. Auch das Wetter und vor allem die Vorhersage motiviert mich für einen weiteren Aufstieg. Um ca. 9 Uhr bin ich dann parat für einen weitern Aufstieg. Alle andern haben sich inzwischen schon auf den Weg gemacht und sich in Hunderte von Trägern und Bergsteigern eingereiht. Eine endloslange Schlange steigt nun Richtung gelbes Band auf. Nur noch Kari , Gianni und ich sind im Lager III. Kari beschliesst von Lager III aus mit Sauerstoff aufzusteigen, so wie fast alle Bergsteiger, die man hier sieht. Gianni und ich machen uns ohne auf den Weg nach oben. Überholen ist in dieser Höhe ohnehin nicht mehr möglich und so stauen wir uns langsam nach oben bis zur Querung am gelben Band. Bis dahin ist es mir sehr gut gegangen. In der Querung habe ich dann zum ersten Mal einen sehr starken Husten bekommen, der sogar zu einem Brechreiz führt. Aber ich konnte mich nicht richtig erbrechen denn ich hatte nichts im Magen, nur Galle kam nach oben. Mir ist im Anschluss auch nicht übel und ich kann normal weitergehen. Da ich meinen Rucksack wieder einmal voll mit essen und Ausrüstung habe, trennen sich die Wege von Gianni und mir am gelben Band. Für ihn ist es besser, wenn er so schnell wie möglich im Lager IV ist, um genügend Ruhephase vor dem Gipfelanstieg zu haben. Kari wird morgen den Gipfel versuchen, für mich es schon gut, wenn ich Lager IV erreiche, einmal übernachte und dann…mal schauen, wenn ich mich gut fühle entweder auch den Gipfel versuche oder eben noch einmal retour muss, um eine Ruhephase zu machen. Nach dem gelben Band geht es zum Genfer Sporn. Es sieht alles so greifbar nahe aus, doch es zieht sich ewig. Ich sehe keine Bergsteiger ohne Sauerstoff, nur noch einzelne Träger kommen ohne Maske an mir vorbei. Am Genfer Sporn sind Hunderte von Metern an alten Fixseilen vorhanden. Der Aufstieg wird für mich immer mühsamer und ich muss erkennen, dass es für mich auf keinen Fall möglich sein wird, heute Nacht Richtung Gipfel weiter zu gehen. Ich muss noch 2x kotzen bis ich den höchsten Punkt des Sporns erreiche. Von da aus sind es nur noch 200 – 300m Querung bis ins Lager IV – dafür benötige ich noch fast 2 Std. Völlig erschöpft, aber froh, endlich Zelte zu sehen, erreiche ich in der Abendsonne den Südcol das Lager IV auf 7900m. Ich mache noch einige Fotos und bekomme wieder einmal von meinen Schweizer Freunden einen Willkommenstee. Gianni und Richard haben ihr Zelt bereits bezogen und ich kann wie abgemacht dazukommen. Richard ist leicht angeschlagen, doch Gianni sieht für mich fit wie immer aus. Wir kochen gemeinsam Schnee und es gibt bald Tee. Essen kann ich wie schon seit Tagen nichts. Richard hat wie ich gekotzt und fühlt sich nicht stark genug, heute aufzusteigen. Auch für mich kommt ein weiterer Aufstieg zum Gipfel heute Nacht nicht in Frage. Der Wetterbericht ist perfekt. Es geht absolut kein Wind und es ist verhältnismässig warm und wolkenlos – der perfekte Gipfeltag. Das ganze Team von Kari beschliesst um ca. 22.00 aufzubrechen. Gianni beschliesst um 21:00 h loszugehen. Im Zelt geht es mir ziemlich gut. Gegen 20:00 h beginnen wir mit den Vorbereitungen für Giannis Gipfelgang. Wir kochen noch einmal Tee, alle Dinge wie Sturmhaube, usw. werden gepackt, die Schuhe, Innenschuhe und Sohlen erwärmen wir mit dem Gaskocher und alles sieht gut aus. Als Gianni das Zelt verlassen will, erbricht er sich. Das ist zwar nicht gut, aber auf Grund der Anspannung und der grossen Höhe auch nicht ungewöhnlich. Um 21:00 h bricht Gianni dann auf zum Gipfel. Auch die anderen Leute sind eifrig beim Packen und losmarschieren. Irgendwie tut es mir leid, dass ich den Tag nicht nutzen kann. Aber mit Kopfschmerzen und total erschöpft wäre ich sicher keine 300 Hm gekommen. Ich muss die nächste Chance nutzen, eventuell geht es mir ja morgen besser. Richard will morgen Nacht aufsteigen, dann können wir das ja gemeinsam versuchen. Es folgt eine ungemütliche Nacht.

Everest mit Genfer Sporn

Südsattel Lager IV auf ca. 7900m

Nach einer Nacht auf Lager IV schaut man nicht mehr ganz so frisch aus

20.05.08 Abstieg Lager IV 7900m bis Lager II6500m
Ich wache am Morgen mit extrem starken Kopfschmerzen auf. Ich kann nur noch schwarz-weiss sehen und habe am rechten Auge einen ständigen grau-braunen Schleier. Am Funk höre ich im Hintergrund von den ersten Gipfelerfolgen. Richard gibt mir Medizin gegen ein Hirnödem und meint, dass sich mein Zustand bald bessert und ich eventuell im Laufe des Tages doch noch zu Kräften komme und eventuell aufsteigen kann. Die Schweizer Gruppe erreicht gegen 8:15 h vollständig den Gipfel. Gianni erreicht nach 12 h Aufstieg um 9:00 h auch den höchsten Punkt der Welt. Super, sie haben es geschafft. Ich wälze mich einige Zeit im Zelt hin und her bis ich draussen Stimmen vernehme. Ich glaubte, Noppa und Kobi sind im Lager IV angekommen. Mit immer noch leichten Kopfschmerzen mache ich mich auf den Weg aus dem Zelt. Ich nehme meine Videokamera mit und versuche die beiden zu finden. Es ist mir schwindlig beim Gehen durch das Lager. Zum ersten Mal fällt mir der ganze Müll und die unzähligen Sauerstoffflaschen auf. Alle Menschen laufen mit Sauerstoffmasken herum. Ich muss feststellen, dass ich nicht in der Lage bin, Menschen auf 10 m Entfernung zu erkennen. Schon bald kommt mir die nüchterne Einsicht, dass ich höhenkrank bin und dass sich die Sache sicher nicht bessern wird wenn ich hier bleibe. Es macht mir aber im Moment keine Angst, da ich mir
bewusst bin, was mit mir los ist und was ich machen muss. Ich gehe zurück ins Zelt und erkläre Richard, dass ich im Moment keine Gipfelchancen für mich sehe. Ich muss absteigen, mich 4 -5 Tage erholen und dann noch einmal kommen. Die Lagerkette steht jetzt und ich kann nach einer Erholungsphase im BC gestärkt noch einen Versuch machen. In der Zwischenzeit sind auch die ersten Teilnehmer von Kari wieder im Lager IV und alles sieht gut aus. Ich packe meine Sache und bevor ich weggehe, kommt leider noch eine Meldung über Funk. Gianni kann nichts mehr sehen. Kari weist den Climbing Sherpa von Gianni an, Sauerstoff zu geben und langsam abzusteigen. Es werden weitere Sherpa nach oben geschickt um zu helfen. Eventuell wird Gianni Erfrierungen davon tragen, aber das lässt sich sicher wieder ausheilen. Scheisse, das sind die Folgen, wenn man ohne Sauerstoff geht. Ich habe das Lager IV aber trotzdem mit einem guten Gefühl verlassen. Der Abstieg war für mich zwar mühsam, aber ich bin gut vorangekommen. Gegen 19:00 h habe ich mit 2 der Schweizer Gipfelgruppe Lager II erreicht. Ich werde da noch zum Essen eingeladen und wir haben von oben gute Nachrichten bekommen. Um 16:00 h ist es um Gianni sehr schlecht gestanden. Dann hat ihm ein Amerikanischer Führer etwas gespritzt und er sei nun wieder auf den Beinen und auf dem Weg ins Lager IV. Er bekommt Sauerstoff und 4 weitere Sherpas sind auf dem Weg ihm zu helfen. Das bin meine letzte Info an diesem Abend. Ich bin froh, dass Gianni Lager IV erreichen wird und ich bin mir sicher, dass sie ihm
da helfen können. Mir graust allerdings jetzt schon von den Erfrierungen, die er davontragen wird. Ich kann
noch einmal das Telefon von Karis Gruppe verwenden und Anita kurz Bescheid geben, dass ich zwar ziemlich
kaputt bin, aber dass ich sicher im Lager 2 bin – leider ohne Gipfel. Ich habe ihr gesagt, dass ich noch einmal ins BC gehe, um mich auszuruhen und nach 4 -5 Tagen einen letzten Versuch mache. Mit den Schweizern habe ich abgemacht, dass ich morgen früh noch einmal bei ihnen vorbei schaue und falls noch Hilfe benötigt wird, ich natürlich helfen werde. In meinem Zelt bin ich dann sofort eingeschlafen.

Abstieg zu Lager II Blick auf Lager III

21.05.08 Lager II Abstieg BC 5364m
Pünktlich um 8 Uhr bin ich im Kobler Lager II, doch bevor ich ins Mannschaftszelt gehe, hole ich in der Küche
meine Handschuhe und Sonnenbrille, die ich gestern vergessen habe. Da die Mannschaft auch Funk hat, frage ich nach dem Stand der Dinge. Alle sind wohlauf und alles ist OK. Ich soll ins Mannschaftszelt gehen, da gibt es Infos. Frohen Mutes öffne ich das Mannschaftszelt. Zwei Menschen sind drinnen. Christian aus Ischgl, der auf den Lotse wollte, gibt mir auf meine Frage ob alles OK ist, die Betonwatschn  –  Gianni ist tot – er ist tot. Ich kann es nicht fassen. Das, womit man auf so einem Berg rechnen muss, ist eingetreten. Man muss damit rechnen, aber man tut es nicht, man verdrängt es immer und will es ausschliessen. Ich brauch einige Zeit, bis ich mich erhole, zumindest vom ersten Schock und soweit, dass ich wieder klar denken kann und mich normal, den Umständen entsprechend normal verhalten kann. Vor 36 Std. haben wir noch gemeinsam Schuhe gewärmt, vor 24 Std. war Gianni erfolgreich am Gipfel und jetzt lebt er nicht mehr – warum, für was, wieso…..Christian wollte eigentlich morgen zum Lotse aufbrechen, bricht seine Expedition ab. Kari und Richard bleiben im Lager IV – vorerst. Der Rest der Gruppe und ich steigen ins Basislager ab. Gianni ist um ca. 1:30 h auf 8200m gestorben. Der Abtransport bis ins Lager IV dauert noch den ganzen Vormittag an. Gianni wir in seinem Schlafsack in einem Zelt aufgebart bis Richi, der Expeditionsleiter, die Angehörigen verständigen kann und entschieden wird, ob der tote Körper am Südcol bestattet wird oder ob er in die Schweiz gebracht wird. Für mich ist eine kleine Welt zusammen gebrochen. Es Ist das eingetreten, was man immer verspricht, dass es nicht eintreten wird, wenn man zu Hause weg geht. Der Abstieg vom Lager II ins BC verläuft bei leichtem Schneefall wie im Trance. Es ist unglaublich still, es schneit. Bilder gehen mir durch den Kopf, Wortfetzen kommen mir in den Sinn und alles geht seinen Weg wie immer, so als wäre nie etwas gewesen oder passiert. Die Uhr läuft weiter, Menschen steigen durch den Eisbruch auf und ab, ob man einmal gelebt hat oder nicht geht an den Eismassen kalt vorbei und das Ganze macht den Sinn unseres Tuns
wieder einmal klar deutlich – es gibt keinen Sinn. Gegen 10 Uhr komme ich völlig erschöpft im BC an. Das
Kameratem des Schweizer Fernsehens hat gerade die erfolgreichen Gipfelstürmer aufgenommen, aber niemand kann den Erfolg geniessen. Es wurde eine art Nachrichtensperre verhängt. Das ist auch sicher nötig, damit man die Angehörigen vor der Presse informieren kann. Doch die Gerüchte haben das BC bereits erreicht und irgendwie muss man es uns ankennen, wenn wir im BC eintreffen. Für die Frau hinter der Kamera war es nur ein Blick und es war klar, dass es Realität ist – einer aus dem Schweizer Team wird nicht wieder nach Hause kommen. Im BC Zelt von Kari war die Stimmung erdrückend. Es gibt so gut wie keine Diskussionen. Ich werde zum Mittag und Abendessen eingeladen. Das einzige, was sich jeder im Team fragt ist, das warum. Am Abend falle ich mit Husten und schmerzendem Knie in mein schon fast abstürzendes Zelt – da der Gletscher darunter wegschmilzt – und schlafe noch ewig nicht ein.

22.05.08 BC 5364m
Ich komme erst sehr spät aus meinem Zelt. Purna hat bereits ein sehr gutes Frühstück für mich vorbereitet. Ich
hänge den ganzen Tag nur im BC herum. Zu meiner Verzweiflung beginnt der Husten wieder stärker zu werden. Ich kriege langsam die Krise hier. Alle Lager stehen nun, ich habe alles selber raufgetragen und sollte mich nun eigentlich hier erholen, um einen allerletzten Gipfelversuch zu machen. Der Wetterbericht ist irgendwie nicht gerade einladend für Bergsteiger, die es ohne Sauerstoff versuchen wollen. Wind mehr als 40 – 60 kmh, Temperaturen um -30 Grad und eventuell Niederschlag, der zurzeit schon stattfindet. Dazu kommt, dass die Ereignisse der letzten Tage, der Verlust eines Freundes, nicht gerade zum Weitermachen animiert. Mein Auge spielt im Moment auch immer noch verrückt, d.h. ich sehe so etwas Ähnliches wie einen Kaffeesatz vor dem rechten Auge hin und her schwimmen. Scheinbar nennt man das Augeninfarkt und das Gute, es soll wieder weggehen, wenn ich runter gehe. Das hat mir zumindest Richard, der Arzt aus Karis Gruppe, gesagt. Auch was das Knie betrifft, konnte er mich beruhigen. Das sieht nach einer Ansammlung von Wasser oder Blut aus und ist auch leicht ärztlich zu behandeln. Nur was nun im Moment einfach scheisse ist, ich bin weit weg von 100% fit und das wäre eigentlich Vorraussetzung für den Everest. Ich überlege den ganzen Tag hin und her, was nun Sache ist. Wieder aufsteigen oder abrechen. Die Entscheidung ist für mich sehr schwer. Ich habe sehr viel Energie investiert, um so weit zu kommen und bin nun knapp vor dem Ziel. Andererseits kann das Ziel auch das letzte sein und das will ich nicht riskieren. Wenn ich der Gesundheit folge und meinen momentanen psychischen Zustand beachte, muss ich eindeutig abbrechen, aber ich will meinem Körper noch 24 Std. Zeit geben. Eventuell erhole ich mich ja doch noch. Der restliche Tag verläuft ruhig. Ich kann mich nicht zum Begin der Abbau und Aufräumarbeiten motivieren und hänge nur herum.  Zu Abend wird dann der Husten noch stärker und ich habe leichten Schüttelfrost. Ich verkrieche mich schnell mit einer Wärmeflasche im Schlafsack und schlafe sofort ein.

23.05.08 BC 5364m
Heute geht das Schweizer Team zum BC des Pumori, um für Gianni ein Steinmännchen zu bauen und ihn zu
Verabschieden. Zeitgleich bestatten die Sherpas Gianni am Südcool. Die Angehörigen haben beschlossen, dass der Körper nicht heruntertransportiert werden muss. Ich beschliesse, mich am Bau des Denkmales zu beteiligen. Wir erreichen das BC sehr schnell und es wird ein schöner Platz gefunden. Das ganze dauert sicher 2 Std. und ist sicher für alle Beteiligten sehr wichtig, um Abschied zu nehmen. Ich würde das für mich nie wollen, so ein Denkmal. Aber im Grunde ist es für uns sehr schön, da es die einzige Möglichkeit ist, einen Abschluss zu finden und zu trauern. Es ist stark bewölkt, im Lager IV weht ein Sturm, hören wir über Funk und es wechselt zwischen Schneefall und Sonnenstrahlen. Am Berg hat es scheinbar einiges an Neuschnee gegeben. Es ist für mich nun der Zeitpunkt der Entscheidung gekommen. Die Gesundheit hat sich leider nicht verbessert. Das Wetter auch nicht und auch sonst sieht im Moment nichts nach einer Gipfelchance aus. Ich breche für dieses Jahr ab. Zu viel stimmt hier in diesem Jahr nicht zusammen. Ich muss eingestehen, dass neben meiner Gesundheit (ich habe glaube ich in den letzten 10 Jahren nicht so viele Medikamente gegessen wie hier in den letzten 4 Wochen), die Sperre des Berges durch China vom 1. – 10.05 und jetzt das Wetter und nicht zuletzt der Tod Giannis auch einige logistische, taktische und auch sonstige Fehler passiert sind. Die Tatsache, alleine, ohne Sauerstoff, ohne Funk, ohne Träger auf den Everest zu gehen ist im Nachhinein betrachtet sehr riskant und eventuell für mich etwas zu hoch gegriffen. Der Everest beginnt da, wo andere 8000er aufhören und so gesehen ist es eventuell nicht am besten, wenn man keine Sicherheitsmassnahmen trifft und trotzdem gesund nach Hause kommen will. Ich habe jetzt auf allen Lagerplätzen Depots und werde wieder kommen, mit einem Climping Sherpa, Funk und Notfallsauerstoff. D.h. im Klartext, weiterhin alles selber tragen und machen, weiterhin ohne Sauerstoff, aber mit einem Menschen als Partner am Berg und einer Flasche Sauerstoff, falls was daneben geht sowie mit Funkkontakt ins BC. Die Expedition ist nur für ein Jahr unterbrochen, aber nicht aufgegeben. Dieser Beschluss ist nun gefasst und auch wenn es weh tut abzubrechen, ich bin fest überzeugt davon, dass es für diese Saison das Beste für mich ist. Ich bin nun wirklich froh, eine Entscheidung getroffen zu haben. Zurück im BC beginne ich mit den ersten Abbrucharbeiten. Des weitern beauftragt Purna einen Sherpa, meine Sachen von Lager II zu holen. Lager III geht auch an einen Sherpa über, Richard hat die Sachen verschenkt und dafür kommen sie nach unten. D.h. alles was von mir am Berg platziert wurde, wird auch wieder weggeschafft – bis auf ein Depot im Lager II und IV, das ich nächstes Jahr wieder brauche. Ich hatte heute auch Funkkontakt mit Noppa, auch er wird aller Wahrscheinlichkeit nach für dieses Jahr aufgeben – es ist sicher esser so. Am Abend kocht Purna für mich wieder wie immer hervorragend und ich verkrieche mich schnell im Zelt.

24.05.08 BC 5364m
Ein weiterer Tag im BC wird gebraucht, um alles abzubauen, zu reinigen und zu versorgen. Das Wetter ist sehr wechselhaft und es hat am Berg geschneit. Mein Husten wird im schlechter und ich bin jetzt dann wirklich froh, wenn ich hier weg komme – ab nach Hause. Der ganze Tag geht drauf mit herumhängen und aufräumen, wobei ich mehr herumhänge.

25.05.08 BC – Tengboche
Es beginnt der letzte Tag im BC, gleich wie alle 1000 anderen. Aufstehen, ziemlich spät und dann… dann ist auch Noppa retour. Ich bin wieder einmal zum Frühstück eingeladen. Ich bin froh, dass Noppa heil im BC ist. Das Wetter, der Wind und vor allem die Vorhersage ist für Leute ohne Sauerstoff ziemlich scheisse und so ist es bis zum Ende der Woche. Kobi und Silvio sind noch am Berg, doch wie wir erfahren, müssen auch sie auf 8400m abrechen. Carlos, ein Spanier, der den Lotse versuchen wollte, ist gestern mit Hirnödem abtransportiert worden. Marco, ein Italiener, der am Everest unterwegs war, wurde mit schweren Erfrierungen abtransportiert und so gesehen sind wir eigentlich schon erfolgreich, weil wir zum rechten Zeitpunkt die richtige Entscheidung getroffen haben…..und natürlich hatten wir wieder einmal jede menge Glück. Nach dem Frühstück habe ich dann noch mein Zelt abgebaut. Und dann bin ich mit dem Team der Kari Kobler Gruppe Richtung Tengboche aufgebrochen. Der Abstieg geht sehr schnell und nach ein, zwei mal einkehren und 6 Std. gehen erreichen wir unsere Lodge. Es folgte ein gemütlicher Abend. Purna ist noch etwas länger im BC gewesen bis alle Yaks beladen waren und ist dann aber auch heute Richtung Lukla aufgebrochen. 8 Yaks transportieren nun unsere Expeditionsausrüstung retour.

Verlassen des BC

26.05.08 Tengboche – Namche
Um 8 Uhr brechen wir bei schönstem Wetter Richtung Namche auf. Wir sind wieder einmal sehr schnell unterwegs. Und abgesehen von einer kurzen Mittagspause geht es fast im Laufschritt retour. Schon um 14 Uhr sind wir in Namche. Ich nutze den Nachmittag, um mir das Dorf ein wenig genauer anzuschauen. Es wird überall gebaut und erweitert. Nur das Abwasser haben sie nicht wirklich im Griff. Da gäbe es sehr viel Arbeit für einen Installateur. Wieder haben wir einen gemütlichen Abend vor uns. Schon um 8 Uhr verkrieche ich mich im Schlafsack.

27.05.08 Namche – Lukla
Lukla – Namche schaffen wir in knapp 7 Std. Nun sind wir endgültig zurück in der Zivilisation. Wir verbringen noch ein, zwei Stunden im Garten der Lodge. Gleich neben der Landebahn und als es dann zu Regnen beginnt, machen wir es uns im inneren der Lodge gemütlich. Ein letzter gemütlicher Abend in Lukla folgt.

28.05.08 Lukla – Kathmandu
Gegen 11 Uhr erreiche ich mit Yeti Air Kathmandu. Ich werde von meiner Agentur abgeholt und wir fahren gleich zur Fluggesellschaft, um den Flug für morgen zu bestätigen. Das dauert zwar etwas, aber nun ist alles erledigt, um nach Hause zu fliegen. Den Nachmittag verbringe ich damit, Souvenirs zu kaufen und kurve kreuz und quer durch Thamel. Am Abend geht es dann noch zu einem letzten Abendessen mit Kari und seinem Team. Auch Purna ist dazu eingeladen. Ich habe schon viele Agenturen und Bergsteigerschulen gesehen, doch die Gastfreundschaft von Kari und seinem Team ist einzigartig. Nach einem superguten Abendessen folgt seit Wochen wieder einmal die erste Nacht in einem Bett – ich schlafe schnell ein.

29.05.08 Kathmandu EU
Heute habe ich bis 10 Uhr geschlafen, dann hat mich Purna abgeholt und wir haben eine Agentur besucht. Eventuell kann ich mit denen in Zukunft zusammenarbeiten. Im Anschluss haben wir die Expeditionsausrüstung deponiert. Und es folgte noch ein sehr gutes Mittagessen bei Purna und seiner Familie. Den Nachmittag habe ich damit  verbracht, das Tagebuch nachzuschreiben und nun geht es ab zum Flughafen.

30.05.08 Zu Hause

Gianni Goltz 19.06.1963 – 22.05.08 – Gianni is gone

So wie ich dich in Erinnerung habe – Geniesse die Freiheit

Wir wünschen allen Hinterbliebenen und Freunden Giannis viel Kraft und wollen hier unser Beileid ausdrücken.
Stephan Keck mit alpinist Team

Weiterhin möchte ich mich bei allen bedanken, die diese Expedition mitverfolgt haben. DANKE, es ist immer schön zu wissen, dass man, auch wenn man alleine unterwegs ist, Menschen hat, die im Gedanken dabei sind.

Des weitern ein herzliches Dankeschön an Purna, der mich während der gesamten Expedition als Freund unterstützt und als Koch verwöhnt hat. DANKE PURNA!

Danke auch an alle Menschen, die es ermöglicht haben, dass diese Expedition stattfinden kann.
Danke an alle Sponsoren und die Menschen die in mich Vertrauen haben.
Mars Nutrition
Cocoavia
Völkl
Vaude
Black Diamond
La Sportiva
Leki
Intersport Eybl
Siko
Kühne und Nagel

Special thanks to FRANZ WEBER  –  THANK YOU FOR BEEING A FREND!

EIN WEITERER BESONDERER DANK GEHT AN KARL GABEL – SUPER WETTERBERICHT – DANKE für die Unterstützung. Du gibst uns Sicherheit und die Möglichkeit, richtige Entscheidungen zu treffen.

Vielen Dank auch an meine 2 neuen Swiss Freunde Noppa und Kobi – ihr wisst schon für was alles!

Last but not least – Kari Kobler und Partner, die Bergführer
Danke Kari für deine Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft – es ist immer schön, Freunde am Berg zu haben.
Danke an das gesamte Team und den Expeditionsleiter Richie.
Danke an Richard, den Arzt des Teams Kari Kobler. Du hast mich nicht nur einmal versorgt und beraten.
Ohne deine Hilfe hätte ich sicher schon viel früher abbrechen müssen – danke für Lager IV, danke Richard.

Danke Flo – für all die Arbeit auf meiner englischen Web Side

Danke Anita, Sina, Silas – danke für euer Vertrauen – i hob eich liab.

Ich hoffe ich habe niemanden vergessen – und da ich sicher wieder jemanden vergessen habe, entschuldige ich mich schon mal im Voraus.

Ergänzung zum Thema bergsteigen bei Fair Means Gerlinde und Ralf vom 13.05.08:
Da ich mit meinen Aussagen Menschen verärgert habe, muss ich dazu noch einmal Stellung nehmen.
Ich habe nur die Angaben aus dem Amical Thamserku Team weitergegeben – d.h. ich habe das weitergegeben, was mir von den Trägern im BC ohne zu fragen erzählt wurde. Falls das nicht der Wahrheit entspricht, tut es mir sehr leid und ich nehme die Aussagen zurück. Im Allgemeinen war es ein Fehler von mir, mich über andere Bergsteiger und deren Methoden und Taktiken zu äussern. In Zukunft gehen mir solch Dinge wieder einfach am A… vorbei. Ich wünsche allen erwähnten und nicht erwähnten Bergsteigern alles Beste und viele Erfolge – egal in welchem Stil sie nun unterwegs sind oder glauben unterwegs zu sein!


All the best – Stephan