7. 6 .05

Stephan Keck bricht am 9.6.05 nach Pakistan auf, um dort den 8035 m hohen Gasherbrum II zu besteigen. „Die Leuchtenden Berge“ heissen 6 Karakorum-Gipfel im Baltoro Gebiet, dem nordöstlichsten Landteil Pakistans. Der GII ist der zweit-höchste in dieser Gruppe und wurde am 7.7.1956 von einer österreichischen Expedition unter der Leitung von F. Moravec erstbestiegen.

Seit fast 3 Jahren ist Stephan nun ununterbrochen in der Ausübung seines Berufes als Bergführer weltweit unterwegs. Als Profi-Bergsteiger, Weltenbummler und Familienvater konnte er viele seiner Ziele in Begleitung von Frau und Tochter erfolgreich erreichen. Nach zahlreichen Touren in den südamerikanischen Anden, dem indischen Himalaya und vielen anderen Regionen weltweit hat Stephan im Jahr 2004 erfolgreich den Hauptgipfel des Sisha Pangma (8027 m) in Tibet erreicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In diesem Jahr ist er Expeditionsleiter und Führer für eine 10-köpfige internationale Bergsteigergruppe. Die Gruppe wird die Route der Erstbesteiger versuchen. Das Basislager liegt auf 5400 m. Zur Besteigung werden 3 Hochlager eingeplant. Lager I auf 5950 m, Lager II auf 6900 m und Lager III auf 7350 m. Von Lager III aus wird eine ca. 1,4 m lange Querung unter der Gipfelpyramide gemacht und dann über den Südostgrat auf chinesischer Seite hoffentlich der Gipfel erreicht. 50 Tage sind für die gesamte Expedition eingeplant. Da die Wetterverhältnisse im Karakorum besonders uneinschätzbar gelten, ist sicher Wind und Kälte, neben der Höhe, die grösste Schwierigkeit am GII.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

14 .6. 2005 – Ankunft in Skartu

Nach anfänglichen Verzögerungen wegen des Briefings in Islamabad konnte ich
erst gestern (14.6) Skartu erreichen. Das restliche Team (11 weitere
Bergsteiger aus Österreich, Deutschland und der Schweiz) ist 2 Tage vorher
hier eingetroffen und konnte die Zeit zum Angewöhnen nutzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Fahrt nach Skartu war sicher eine der wildesten, die mir je
untergekommen ist. Tiefe Schluchten, schwindelerregende
Strassenfuehrung am Rande des Abgrundes und Fahrer, die den Kick der
Geschwindigkeit brauchen. Egal, nun sind wir alle heil hier und können uns
auf das Wesentliche konzentrieren – schon morgen werden wir unsere letzte
Jeepetappe nach Askole zurücklegen und damit dann die Zivilisation hinter
uns lassen. Abgesehen von einigen Teilnehmern mit Verdauungstörungen geht es
uns gut. Auch unser Begleitoffizier Si Shan ist inzwischen bei uns und so
sind die ganzen Formalitäten nun auch erledigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Wetter war in den letzten Tagen immer recht angenehm, fast etwas zu
warm. Die Berge rund um Skartu schauen allerdings
frisch angeschneit aus. Unsere Träger sollten laut Atp und dank der guten
Organisation von Amical schon in Askole bereitstehen und auf uns warten. In
den nächsten 8 Tagen sind wir auf dem Weg ins Basislager, von wo aus wir uns
dann wieder melden werden.

16.6 – 3 .7. 2005

Unser BC steht inzwischen schon seit 23.6. Auch der Anmarsch ist schon sehr
lange her. Ich sitze hier nun in unserem BC-Dom. Das Wetter wird langsam
schlechter und die Helikopter rauschen im Stundentakt über unser Camp. Die
pakistanische Armee scheint ihre Hochgebirgstruppen noch zu versorgen, bevor
die nächste längere Schlechtwetterphase eintrifft. Bis jetzt waren wir vom
Wetter ja sehr verwöhnt. Wir hatten 14 Tage keine Wolke am Himmel und
untertags Temperaturen bis 35°C plus. Der Unterschied zwischen Tag und Nacht
war manchmal bis zu 40°.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach unserer Ankunft in Scardu mussten wir den Aufenthalt noch um einen Tag
verlängern, da unser Begleitoffizier beim Briefing mehr Zeit brauchte als
erwartet. Mit einem Tag Verspätung machten wir uns dann am 16.6 auf den Weg
nach Askole. Pünktlich um 6 Uhr haben wir mit 5 Jeeps Cardu verlassen. Die
Strasse, falls man das noch als Strasse bezeichnen kann, zieht sich durch
grüne Wiesen, vorbei an den ersten schneebedeckten Bergen in ein immer enger
werdendes Hochtal. Genau auf dieser Strecke ist vor 14 Tagen einer der
besten chinesischen Bergsteiger durch Steinschlag ums Leben gekommen. Sehr
erleichtert, dass die Fahrerei nun endlich vorbei war, erreichten wir dann
um 15 Uhr Askole. Dort haben wir dann unsere Küchenmannschaft, bestehend aus
2 Köchen, einem Hilfskoch und 2 Küchenjungen, kennengelernt. Jassier und
Hassan, unsere 2 Hochträger, begleiten uns ebenfalls von heute an. Am 17.6
beginnt für uns endlich die erste Bergetappe. Um 7 Uhr verlassen wir Askole
und wandern los Richtung Jola. Ich bin mit den Teilnehmern unterwegs, wärend
Herbert Wolf, der 2. Bergführer in unserem Team, die Gepäcksverteilung
überwacht. Wir benötigen 142 Träger für unser Gepäck. Da ist es ganz klar,
dass nicht immer alles ganz locker abläuft. Da zur Zeit 17 Expeditionen in
das Gasherbrum-Gebiet unterwegs sind, ist es nicht ganz einfach, genügend
Träger zu finden. Wir haben einen Teil des Gepäcks in Askole zurückgelassen.
Sobald genug Träger da sind, wird es uns nachgeliefert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Campground in Jola wurde letztes Jahr wegen des K2 Jubiläums komplett
erneuert und ist schon fast auf europäischem Standart. Schon nach diesem
ersten Tag kommt uns die wilde und zerklüftete Bergwelt des Karakorums
ziemlich nahe. Schroffe Felszacken und bizarre Hängegletscher begleiteten
uns auf unserer ersten 6-stündigen Tagesetappe. Am nächsten Tag sind wir
schon wieder um 6 Uhr aufgebrochen, um der Tageshitze zu entgehen. Um 10 Uhr
ereichten wir einen Lunchplatz, wo uns unsere Köche mit einem vielfältigen
Mittagessen erwarteten. Dies war auch der letzte Platz, wo Einheimische Cola
und Zigaretten verkauften.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir sind während des ganzen Tages schon auf den
toten Moränen des Baltoro Gletschers unterwegs und erreichten um 14 Uhr
Paiju. Dies ist die letzte grüne Oase auf unserem Weg ins Basislager. Hier
haben wir auch noch einen Ruhetag gemacht, den unsere Träger für ein Fest
nutzten. Es wurden 4 Ziegen geschlachtet und dann am Abend bei feuer,
Trommelmusik und Gesang verzehrt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 20.6 sind wir dann nach dem Frühstück um 7 Uhr aufgebrochen und haben
nach ca 1 Std zum ersten Mal das Eis des Baltoro Gletscher betreten. Vorbei
an den Trangotürmen und in einem unaufhörlichen Auf und Ab über Todeis und
Moränen erreichten wir nach 7 Std unseren nächsten Lagerplatz. Urdukas liegt
auf 4050m und wir haben zum ersten Mal auch mit der schon etwas dünneren
Luft zu tun gehabt. An diesem Tag gab es auch zum ersten Mal etwas Regen und
es wurde dann auch schnell ziemlich kalt. Doch am nächsten Tag konnten wir
schon wieder bei schönstem Wetter aufbrechen, um unser nächsten Lagerplatz,
Gore II, ca 20 km weiter am Baltoro Gletscher zu errichten. Auch heute
erreichten wir unseren Lagerplatz bei leichtem Schneesturm und unsere Träger
wollten schon alles liegen und stehen lassen und abhauen. Während wir unser
Lager erichteten, hat sich das Wetter aber zum Glück wieder gebessert und
alles ist friedlich ausgegangen. Wir konnten die Abendsonne geniessen und
der Ausblick zum G4 und zum Gasherbrum verleitete zum Träumen. Dies war für
mich ein geeigneter Platz, um mich von einem Freund und Kollegen, Markus
Koidl, entgültig zu verabschieden.

Nach einer kurzen Nacht sind wir am 21.6 schon um 3 Uhr aufgebrochen, um
unseren nächsten Lagerplatz zu erreichen. Viel Neuschnee und heisse
Temperaturen erschwerten uns das Weiterkommen. Die Träger sind teilweise bis
zum Bauch im Schnee eingebrochen. Doch wir erreichten schon um 9 Uhr den
Concordia Platz auf 4650m. Das Wetter war ein Traum an diesem Tag: K2, Broad
Peak, Chogolisa…alle in „greifbarer“ Nähe. Die Träger wollten nun
entgültig nicht mehr weiter gehen und haben ihre Sachen in den Schnee
geschmissen. Nach einiger Zeit und Tschei (pakistanischer Tee) und mit viel
Verhandlungsgefühl konnten wir fast alle Träger dazubringen, weiter zu
gehen. Ein Dollar Aufpreis pro Träger und um 10 Uhr ging es dann weiter
Richtung Chogori, 4800m. Die Träger mussten teilweise gesichert werden, da
der Gletscher nun schon zeitweise etwas spaltiger und unbegänglicher wurde.
Um 16 Uhr erreichten wir dann unser Lager bei schönstem Wetter direkt am
Fusse der Choglisa.

Am nächsten Tag sind wir wieder pünktlich um 5 Uhr aufgebrochen und
erreichten um 9 Uhr unser Basislager auf der Mittelmoräne des Abruzzen
Gletschers. Gleich zur Begrüssung donnerte eine riesige Lawine vom GI
Richtung Basislager. Eine riesige Eis- und Schneewolke fegte über uns hinweg
und brachte gleich den gehörigen Respekt mit. Da wir ja von Anfang an
Probleme mit der Anzahl der Träger hatten, war natürlich noch nicht unser
ganzes Gepäck eingetroffen. Am 24.6 hatten wir den ersten Ruhetag im BC
geplant und hatten den ganzen Tag Arbeit, das Lager einzurichten. Die
Solaranlage, Tische, Stühle usw fehlten noch, aber wir haben unser Lager
trotzdem schön langsam auf Vordermann gebracht. Gegesssen wurde zwar noch
auf einer Plastikfolie am Boden, aber es wurde schon langsam. Jeden Tag
trifft nun Material ein und das Wetter ist wunderbar, jeder Tag wolkenlos.
Die Teilnehmer werden auf dem Certecbag und sonstigen
Erstehilfe-Ausrüstungen eingeschult. Am 26.6 sind wir dann zum ersten Mal
Richtung Lager 1 aufgebrochen. Um 1 Uhr in der Nacht war die ganze
Mannschaft bereit und wir haben uns den Weg durch den äusserst zerklüfteten
Gletscher gesucht. Da wir noch nicht so gut aklimatisiert waren und der Weg
äusserst schwierig zu finden war, haben wir das Lager 1 bei diesem Versuch
nicht erreichen können. Auf 5680m haben wir um 5 Uhr morgens ein Depot
errichtet und haben uns auf den Rückweg ins BC gemacht. Ein späterer
Umkehrpunkt wäre nicht möglich gewesen, da sonst die Sonne in den Eisbruch
kommt und es dann durch die Hitze sehr gefährlich werden würde. Schon um 8
Uhr erreichten wir wieder das BC. Wir nutzten die nächste zwei Tage als
Ruhetage, um unserem Körper genügend Zeit zur Aklimatisation zu geben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 28.6 sind wir dann wieder aufgebrochen, um Lager 1 zu erreichen. Nach 3
1/2 Stunden Eisbruch erreichten wir schon um halb sieben unser Depotzelt. Zu
der Zeit ging auch die Sonne hinter dem Gipfel des GI auf. Mit der Sonne
beginnt auch die fast unerträgliche Hitze. Wir erreichten um 9 Uhr Lager I.
Nach einer Pause und Schneeschmelzen sind wir dann noch einmal ins Depot
abgestiegen, um mehr Material ins Lager zu bringen. Bei 30° waren diese 2
Stunden Arbeit fast schon eine Quälerei. Am nächsten Morgen sind wir dann
noch einmal zum Depot zurück und haben den Rest hochgeholt. Wir haben nun
650m Seil, 80 Gaskartuschen, 12 Zelte, 30 Eisschrauben, 20 Firnanker,
Verpflegung und persönliche Ausrüstung im Lager 1. Nach der Depotarbeit
haben wir uns geschont, damit wir am nächtsen Tag mit der Verlegung der
Fixseile beginnen
können. Doch das Wetter kündigte eine leichte Verschlechterung an. Wolken
zogen herein und unser Hochträger Hassan hat uns Richtung BC verlassen. Er
hat gesagt: „Bad weather will come soon.“ Als wir am 30.6 um 3 Uhr unser
Zelt öffneten, schneite es bereits und ein Verlegen der Fixseile war damit
nicht mehr möglich. Wir beschlossen, abzusteigen. Um 6 Uhr war die gesamte
Mannschaft bereit und es hatte inzwischen schon 15 cm geschneit. Da im
obersten Gletscherbereich fast keine Wegpunkte waren, wollte niemand der
anderen Expeditionen vorausgehen. Wir sind dann im dichen Nebel und
Schneetreiben vorausgegangen. Der Abstieg verlief anfangs ziemlich
problemlos und wir erreichten bald den unteren Teil des Eisbruches. Durch
die Wärme war der Schnee aber sehr weich und die Brücken über die Spalten
sehr instabil. Einmal bin ich dann in einem Spalt abgegangen, konnte jedoch
selber wieder heraus. 5 Min vor dem BC bin ich dann noch in einen
Gletscherfluss eingebrochen und bis zur Brust im Eiswasser versunken. Im BC
erwarteten uns schon unsere Köche und nach einem schnellen Kleidungswechsel
konnten wir ein ausgezeichnetes Frühstück geniessen. Den Rest des Tages galt
es, die Solaranlage und den PC endlich in Gang zu bringen. Wie man sieht,
haben wir das nun auch geschafft. Heute, 1.7, haben wir einen Ruhetag und
Zeit, unsere Zelte neu zu platzieren, da der Schnee und das Eis unter
unseren Schlafplätzen abgeschmolzen ist. Der Wetterbericht für die nächsten
4 Tage ist sehr schlecht. Schnee vom Gipfel bis ins BC. Zur Zeit schenken
wir dem Wetterbericht noch nicht so viel Glauben und bereiten uns für einen
weiteren Aufstieg ins Lager I
in der kommenden Nacht vor. Ich hoffe, dass das Elektrosystem nun weiterhin
funktioniert und werde mich bald wieder melden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 1.7 hat das Wetter nun endgültig umgestellt. Die schon erwähnten
Hubschrauberflüge galten nicht nur dem Militär, sondern auch einer
koreanischen Expedition. Wie wir erst später erfahren haben, wurde der
Expeditionsleiter und der Begleitoffizier einer koreanischen Expedition auch
am selben Tag wegen Höhenkrankheit ausgeflogen. Unsere Teilnehmer nahmen
diese Luftbewegungen zum Anlass, einige schöne Helikopteraufnahmen zu
machen. Doch die Freude dauerte nicht lange, dann stand unser
Begleitoffizier da und sie mussten die Filme aus der Kamera ziehen. Trotz
mehrfacher Belehrungen haben es einige nicht verstanden, dass man in
Pakistan keine miltiärischen Einrichtungen oder Aktionen fotografieren darf.

Die Rettungsaktionen hier zu lande sind auch nicht ganz einfach. Erst muss
man in Islamabad 6000 US Dollar Kaution hinterlegen, damit überhaupt ein
Helikopter kommt und dann wird nur bis ca 5000m geflogen. Über 5000 bis 5500
werden nur Rettungsaktionen gestartet, indem 2 Maschienen kommen – man
bezahlt dann auch das Doppelte. Der 2. u 3.7 verliefen sehr ruhig, es hat
anhaltend geschneit und von den Bergen rund ums Basilager haben sich die
Lawinen im Stundentakt entladen. Heute warten wir schon ganz hoffnungsvoll
auf den neuen Wetterbericht und haben am Vormittag auch schon für die
nächste Nacht vorgearbeitet. Herbert und ich sind am morgen aufgebrochen und
haben das erste Stück des Gletscherbruchs neu markiert. Dies ist in diesem
Moment besonders wichtig, da wir durch den Neuschnee und die Wärme sonst
schon im Aufstieg Opfer der Wasserlöcher und Gletscherflüsse werden könnten.
Und wenn wir schon im Aufstieg im Wasser versinken, geht uns wieder wichtige
Zeit verloren. Falls der Wetterbericht halbwegs gut ist, werden wir heute
Nacht losstarten und in weiterer Folge versuchen, Lager 2 zu errichten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

14.7.05 – Lager II erreicht und bereit zum Gipfelgang

Das Amical Alpinteam ist seinem Ziel wieder einen grossen Schritt näher gerückt. Am 5.7 konnten wir wieder einmal Richtung Lager 1 aufbrechen. Pünktlich um 1 Uhr haben wir uns auf den Weg gemacht. Wir haben nach den Schneefällen der letzten Tage durch den Gletscherbruch spuren müssen und waren sehr froh über die Markierungsarbeit, die wir einen Tag zuvor bei Tageslicht machen konnten. Trotz extrem schlechter Sicht und leichtem Schneefall konnten wir Lager 1 schon um 8 Uhr erreichen. Wir haben während dieses Aufstieges den gesamten Weg im oberen Gletscherplateau neu markiert und für einen Abstieg bei Schlechtwetter sicher eingerichtet. Der Wetterbericht hat uns für die nächsten 2 Tage schlecht vorhergesagt, dann kündigte sich allerdings ein kurzes Schönwetterfenster an. Wir haben geplant, die etwas schlechteren Tage für Versicherungsarbeiten zum Lager 2 zu nutzen und dann das Schönwetterfenster zu nutzen, um Lager 2 zu erreichen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für den 6.7 hatten wir den Aufstieg ins Lager 2 geplant – als der Wecker um 4 Uhr abging und wir unser Zelt öffneten, hat es uns schon die erste Prise Schnee ins Gesicht geweht. Starker Schneefall und Null Sicht haben uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir haben aufgrund des starken Schneefalls und keiner Aussicht auf Besserung beschlossen, dass das gesamte Team, bis auf Herbert, Gerlinde und mich zurück ins BC absteigen soll. Um 6 Uhr sind dann alle 10 Teilnehmer des Amical Alpinteam selbständig ins BC abgestiegen. Wir konnten während des ganzen Tages nichts anderes machen als mehrmals die Zelte freischöpfen. Während dieses Tages hat es fast 80 cm Neuschnee gegeben. Wir sind mit der Absicht im Lager geblieben, in den nächsten Tagen den Weg ins Lager 2 zu versicheren, um dem Team beim nächsten Aufstieg die Möglichkeit zu geben, direkt ins Lager 2 weiterzugehen. Auch der nächste Tag hat leider keine Wetterbesserung gebracht. Trotz leichten Schneefalls und schlechter Sicht sind wir als einziges Team aufgebrochen, um den Weg ins Lager 2 frei zu kriegen. Es waren zu diesem Zeitpunkt noch mindestens 4 andere Expeditionen im Lager 1, doch die haben leider keinen Finger gerührt. Um den Weg vom Lager 1 zur Steilflanke zu bewältigen, haben wir uns im Spuren abgewechselt. Da der Schnee bis über die Knie ging und wir uns nicht schon vor der Flanke auspowern wollten, haben wir alle 5 bis 10 Minuten abgewechselt. Nach einer Stunden standen wir dann im 40 Grad steilen Gelände an der Randkluft. Auch in der ca. 200 m Flanke, die am sogenannten Balkon endet, mussten wir uns im Spuren abwechseln. Die von anderen Expeditionen angebrachten Fixseile waren einen halben Meter eingeschneit und mussten nun wieder ausgegraben werden. Gerlinde übernahm dann grösstenteils die Spurarbeit, während Herbert und ich jeden einzelnen Standplatz erneuerten, um die Sicherheit für unsere Gruppe zu gewährleisten. Um 13 Uhr erreichten wir dann die letzte ca. 55 Grad steile Seillänge zum Balkon. Nach einer kurzen Pause und wieder stärker werdendem Schneefall haben wir dann beschlossen, unsere Arbeit für heute einzustellen und wieder ins Lager 1 zurück zu kehren. Am Abend hatten wir noch Funkkontakt mit unserer Gruppe im Basislager und wir haben neue Nachrichten bezüglich des Wetters bekommen. Leider soll das angekündigte Schönwetterfenster nicht mehr so sicher sein und es schaut alles danach aus, als würde es über mehrere Tage schlecht bleiben. Wir beschlossen, trotzdem nicht abzusteigen und hofften, dass der Wetterbericht nicht ganz so genau stimmte. Unsere Hochträger haben heute lLager 1 erreicht und werden uns morgen bei unserem Weiterweg unterstützen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für das Team ist geplant, dass sie in der Nacht auf den 8.7 wieder zu uns kommen. Am Morgen des 7.7 haben wir nach unserer gestrigen harten Arbeit beschlossen, etwas später zu starten. Wir haben gehofft, das Leute anderer Teams auch einen Teil der Spurarbeit übernehmen. Da haben wir uns aber getäuscht. Trotzdem, dass Einige schon um 6 Uhr starbereit vor den Zelten waren, ist niemand vor uns gestartet – soviel zu Thema Zusammenarbeit. Wir sind dann wieder um 8 Uhr aufgebrochen und mussten wieder neu spuren. Wir haben unsere gesamte persönliche Ausrüstung, Verpflegung für 4 Tage und Fixseile sowie Sicherungsmaterial eingepackt und uns wieder einmal Richtung Lager 2 aufgemacht. Unsere 2 Hochträger haben 5 Zelte mitgenommen und den Notfallsauerstoff. Nach unserer Sicherungsarbeit vom letzten Tag sind wir gut vorangekommen und wir erreichten schon um halb 12 Uhr den Balkon auf 6250 m. Es hat wieder starker Schneefall eingesetzt. Nach einer kurzen Pause machten wir uns auf den Weiterweg über die Banane. Von hier weg war es nun wieder neu zum Spuren. Das Gelände hat sich auf 60 Grad aufgesteilt und wir hatten ca. einen halben Meter Neuschnee zum Spuren. In dieser Steilheit habe ich so etwas noch nie gesehen und wir hatten teilweise Schnee bis über den Bauch. Nach 4 Seillängen haben wir wegen sehr grosser Lawinengefahr aufgegeben. Wir haben abgeseilt und sind zurück ins Lager 1 gegangen. Nach dieser Erkenntnis gab es für uns keine Alternative mehr. Wir haben beschlossen, bis ins Basislager abzusteigen und alle weiteren Pläne zu stoppen. Für uns war es klar, dass wir aufgrund der grossen Neuschneemengen nun erst einmal ein bis zwei Schönwettertage abwarten müssen, damit sich die Lawinensituation entspannen kann. Wir erreichten rechtzeitig zum Abendessen das Basislager. Unser Team im BC war zwar überrascht, doch froh, dass wir wieder heil da waren.

 

 

 

 

 

 

 

 

9. und 10.7 waren dann weitere Ruhe- und Rasttage im Basislager. Bei wechselhaftem Wetter sind den ganzen Tag über rund ums Basislager zahlreiche Lawinen abgegangen. Am 11.7 kündigt der Wetterbericht 2 Tage mit sehr geringer Luftfeuchtigkeit an und wir beschlossen, wieder ins Lager 1 aufzubrechen. Pünktlich um 1 Uhr, wie schon gewohnt, brechen wir bei sternenklarem Himmel auf. Inzwischen sind wir alle sehr gut aklimatisiert und erreichten schon nach 4 Std., um 5 Uhr bei schönstem Wetter lager 1. Den heutigen Tag haben andere Expeditionen genutzt und den Weg ins Lager fertig versichert und gespuren. Wir haben noch eine Nacht in Lager 1 verbracht. Am 12.7 sind wir schon um 00 Uhr aufgebrochen Richtung Lager 2. Wir wollten der starken Strahlung entgehen und haben deshalb beschlossen,in der Nacht zu gehen. Die Verhältnisse auf dem Weg ins Lager 2 waren super und wir konnten bereits um 5 Uhr den Lagerplatz auf 6550 m erreichen. Einer unserer Hochträger ist leider in der Nacht erkrankt und so gab es leichte Verzögerungen mit dem Transport der Hochlagerzelte. Leider haben wir zuerst nur 2 Zelte zur Verfügung gehabt, da es für den einen Träger nicht möglich war, alles aus unserem Depot hochzubringen. Hassan und ich sind dann noch einmal zum Depot auf 6250 m abgestiegen und haben die restlichen 5 Zelte hochgebracht. Während dieser Zeit hat es schon wieder leicht zu schneien begonnen. Um 9 Uhr haben wir dann Lager 2 entgültig eingerichtet gehabt. Wir haben dann den restlichen Tag bei immer stärker werdenden Schneefällen im Zelt verbracht. Eine andere Expedition hat versucht, den Weg ins Lager 3 zu versichern. Dabei ist ein Rucksack mit 150 m Fixseil und dem Satelitentelefon abgesürzt. Unser Team konnte eine Nacht auf 6550m zur Aklimatisation verbringen und am nächsten Tag sind wir dann bei starkem Schneefall bis ins Basilager abgestiegen. Wir haben unsere Zelte im Lager 2 abgebaut, damit wir keine Verluste durch Sturm oder grosse Neuschneemengen haben. Der Abstieg ins BC wird von Tag zu Tag schlechter. Durch die grosse Wärme werden die Brücken über die Spalten immer schwächer und die Seraks immer instabiler. Wir konnten das Basislager aber wieder einmal ohne grössere Probleme erreichen.

Heute, 14.7, hatten wir einen sehr gemütlichen Ruhetag im Basislager. Auch für morgen ist noch ein Ruhetag geplant. Am Morgen des 16.7 werden wir wieder aufbrechen, um unsere Gipfelschance zu nützen. Der Wetterbericht schaut ganz gut aus und wenn die Verhältnisse am Berg nicht zu schlecht sind, haben wir für den 19.7 den Gipfeltag geplant – in shala.

Schöne Grüsse aus Pakistan
Stephan

15.7 -20.7. 2005 – Leider kein Gipfelerfolg

Leider hat uns das Wetter und die Verhältnisse am Berg einen Strich durch die Rechnung gemacht. Am Morgen des 15.7 sind wir wieder einmal zu unserer gewohnten Zeit um 1 Uhr nachts aufgebrochen, um Lager I zu erreichen. Vorgewarnt vom Funk der Amerikaner haben wir uns auf miese Verhältnisse im Eisbruch Richtung Lager I eingestellt. Der Guide der Amerikaner hat einen Tag vor uns samt einem Träger einen Spaltensturz erlebt und wurde dann von
nachfolgenden Katalanen unverletzt geborgen. Die Temperaturen während unseres Aufstieges waren sehr warm und dementsprechend schlecht war die Stabiliät der Brücken im Eisbruch. Herbert hat kurz vor Erreichen des Plateaus einen 3m Sturz in eine Spalte auf einer Schneebrücke beendet. Gemäss seiner Beschreibung fühlte sich jede Bewegung nach einem tieferen Sturz an, da unter ihm alles nachgegeben hat. Doch die Seilschaft hat in den
letzten Wochen einiges dazugelernt und sie haben den Sturz gut gehalten. Herbert konnte die Spalte selber verlassen und der Weiterweg verlief für alle problemlos. Um 6 Uhr waren wir bereits im Lager I. Voller Zuversicht haben wir uns auf den nächsten Tag vorbereitet – Wasser schmelzen, relaxen und viel essen, sprich keine Energie verschwenden, damit wir Lager II bei
bestem Zustand erreicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

Für 4 Uhr war der Start am 16.7 geplant. Der Wetterbericht hat für diesen Tag zwischen 5 und 6000m erhöhte Luftfeuchtigkeit gemeldet, doch sonst sollte es gar nicht schlecht ausschauen. Als wir um 4 Uhr das Zelt öffnen, kommt uns der schon bekannte und inzwischen nicht mehr überraschende Schneefall entgegen. Vorerst haben wir einmal gesagt, wir warten etwas ab
und starten dann am Vormittag. Doch die Verhältnisse haben sich den ganzen Tag über nicht gebessert und es hat wieder einmal einen halben Meter Neuschnee gemacht. Inzwischen sind fast alle Expeditionen im Lager I eingetroffen. Italiener, Katalanen, Litonier, Koreaner, Mexikaner, Deutsche, Amerikaner, alle warten und hoffen auf Besserung. Anstatt Schonung gibt es
dann auf 5900m eine 2-stündige Schneeballschlacht zwischen allen Teams – die Stimmung ist trotz schlechter Verhältnisse relativ gut. Wir haben unseren Abreisetag um einen nach hinten verschoben und sind immer noch zuversichtlich, dass es oben nicht zuviel Schnee gibt und wir am nächsten Tag bei gutem oder zumindest besserem Wetter aufbrechen können.

17.7, um 4 Uhr stehen alle bei sternenklarem Himmel und minus 18 Grad vor den Zelten bereit. Wieder einmal spuren wir zur Aufstiegsflanke, wieder einmal müssen alle Fixseile ausgegraben werden. Schon beim Aufstieg über die Bananewird uns klar, dass es mehr Niederschlag gegeben hat als uns lieb ist. Gerlinde spurt den oberen Bereich im 50 Grad steilen Gelände und dabei lösen sich immer wieder kleinere bis mittelgrosse Schneerutschen. Die Mannschaften
der anderen Nationen nutzen unsere Spurarbeit wie schon gewohnt und so folgen uns mindestens 30 Personen. Durch den tiefen Schnee und die harte Spurarbeit erreichen wir erst gegen Mittag den letzten Aufschwung zum Lager II. Mehrere Setzungsgeräusche und sehr tiefer Schnee machen uns die Entscheidung nicht leicht, ob wir den letzten Hang ins Lager II wirklich anspuren sollen. Nachdem Gerlinde und Christina, eine Teilnehmerin der italienischen Expedition, nun schon einen Grossteil gespurt haben, bin ich nun mal an der Reihe. Schnee bis zu den Hüften, 35 bis 50 Grad Neigung undalles eingeweht, inzwischen 25 Grad Celsius plus und schönstes Wetter – hinter mir eine Kolonne. Es sind nur 50 Höhenmeter und ca. 120m Querung, aber dafür führt die Querung genau über einer Spalte hindurch – jeder Schritt wie auf rohen Eieren. Das Ganze entspricht ganz und gar nicht dem, was man über Lawinen lernt und dann kommt endlich die Erleichterung oben am Platteau. Nun folgen alle in 20 Metern Abständen und eine kleine Zeltstatdt entsteht imLager II. Strahlender Sonnenschein und ein herrlicher, aber kalter Nachmittag folgen. Herbert und ich haben die Route für den nächsten Tag angeschaut und die ganze Situation stimmt uns nicht gerde erfreulich – trotz herrlichem Wetter und keiner Wolke am Himmel. Das kommende Gelände bis ins Lager III ist nicht gerade lawinenfreundlich und wir haben nicht mehr die Zeit abzuwarten, bis sich der Schnee setzt. Wir beschliessen, am nächsten Morgen wieder um 4 Uhr zu staren. Zu Dritt wollen wir uns die Lage vor Ort anschauen, indem wir eine Stunde vor dem Rest des Teams starten.

19.7, der erste Teil des Aufstieges verläuft problemlos. Zwar ist die Spurarbeit anstrengend, doch wir kommen gut voran. Auch folgen uns schon bald etliche Teilnehmer anderer Teams. Auf einer Höhe von ca. 6700m erreichen wir dann einen kurzen Steilaufschwung von 60 Grad, den wir noch
einmal mit einem Fixseil besser absichern. Ein ca. 30 Grad steiler Hang mit 50 Hm bis zu einer Randspalte und einem halben Meter Neuschnee ist dann der Endpunkt unseres Aufstieges. Wieder einmal ist Gerlinde am Spuren und Herbert und ich unmittelbar hinterher. Wir sind wir am Überlegen, wie wir das Problem nach der Randkluft lösen sollen – ein bis zu 45 Grad steiler Hang mit eingewehtem Schnee. Doch soweit kommen wir nicht. Ca. 15 Personen stehen inzwischen im Hang, als wir ein dumpfes Krachen hören und eine Setzung der Schneedecke
spüren. Schwein gehabt, wir stehen alle noch am selben Ort. Gerlinde ist inzwischen schon über der Randspalte, aber ein kurzer Blick zwischen Herbert und mir reicht und es braucht keine Absprachen mehr – bis hier her und keinen Meter weiter. Auf 6750 m ist unsere G II Expedition zu Ende. Unsere gesamte Mannschaft dreht um und auch alle anderen Expeditionen sind uns
gefolgt. Erst als wir Lager II wieder erreicht haben und alle vor denZelten bei herlichem Wetter Richung Gipfel geschaut haben, wurde es einigen schlagartig klar, wie richtig der Rückzug war. Eine riesige Staublawine rauschte ca. 100 m neben der Aufstiegspur zu Tale. Unbeirrt von dem ganzen Schauspiel sind 2 Koreaner mit einem nepalesischen Sherpa aufgebrochen, um
Lager III zu erreichen. Für uns ist die Zeit nun entgültig abgelaufen, wir können nicht mehr warten, bis sich die Schneedecke setzt und so räumen wir das LagerII. Nicht nur schweren Herzens, sondern auch mit schweren Rucksäcken steigen wir bei schönstem Wetter ab ins Lager I. Für Herbert und mich ist es gegeben, dass wir bei diesen Schneeverhältnissen mindestens 2-3 Tage warten müssten, um sicher aufsteigen zu können. Gerlinde will abwarten und
vielleicht morgen den Spuren der Koreaner folgen. Auch die Italiener und Katalanen wollen es noch eimal versuchen. Wir haben noch eine Nacht im Lager I verbracht und haben dann heute Morgen um 8 Uhr das Basislager erreicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

20.7, heute war wieder herrliches und wolkenloses Wetter. Gerlinde und die anderen Teams haben heute Lager III erreicht. Unser Team hat vollständig und heil mit dem Abbruch des Lagers begonnen. Gegen Mittag haben wir mit Gerlinde telefonieren – sie erklärt uns, dass neben dem 3-köpfigen koreanischen Team noch drei Italiener und 2 Katalanen Lager III erreichen konnten. Der Hang, vor dem wir gerätselt hatten, wie wir ihn am besten besteigen sollen, ist nach oder während der Anspurung der Koreaner abgerissen, ca. 1m Anriss. Weiters haben die Teams, die heute aufgestiegen sind, ein Schneebrett mittleren Ausmasses ausgelöst. Zum Glück ist auch da nichts passiert. Das gemischte Team von neun Personen wird heute Nacht versuchen, die lange Querung unter der Gipfelpyramide zu machen und somit den Versuch, den über 1000 Hm Anstieg zum Gipfel zu schaffen. Laut Wetterbericht haben sie gute Chancen, wir wünschen ihnen viel Glück. Für uns ist eine lange und schöne Zeit in den Bergen des Karakorums vorbei – harte
Arbeit am Berg und schöne Tagein der faszinierenden und wilden Bergwelt müssen wir nun wieder hinter uns lassen. Die Vorbereitungen für die Heimreise sind bereits voll im Gange.
Doch es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass ich mich nun nach 7 Wochen nicht wieder sehr auf meine Lieben zu Hause freue. Heute haben bereits 60 Träger das Basislager erreicht, die unser Gepäck und das gesamte Lagerinventar wieder zurück nach Skardu bringen werden. Ein Teil der Träger wird mit uns über den Gondogoro-la den Rückweg antreten und einige
Sachen werden über den Anstiegsweg zurük nach Skardu gebracht. Für uns wird der Rückmarsch ca. 4-5 Tage dauern und je nach Wetter werden wir dann nach Islamabad fliegen oder mit dem Bus wieder eine Höllenfahrt vor uns haben. Während der Zeit des Rückmarsches haben wir natürlich wieder keine Gelegenheit mehr, uns per E-mail zu melden. Ein ausführlicher
Abschlussbericht mit einigen Fotos folgt dann von zu Hause aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Doch schon vorab einige Dankesworte und einge Worte zum Team:

 Als aller erstes möchte ich mich gerne bei Ralf Dujmovits , dem Gründer und Chef von AMICAL alpin und seinem Team bedanken – die Organisation und Zusammenarbeit war perfekt. Weiters bin ich sehr froh, dass ich mit Herbert Wolf zusammen die Expedition führen und leiten konnte –
Herbert und seine Erfahrung in den hohen Bergen der Welt waren für mich und das ganze Team ein wichtiger Bestandteil einer sicheren und reibungslosen Abwicklung der Expedition. Natürlich kann ein Vorhaben wie dieses nicht rund laufen, wenn nicht alle Teilnehmer an einem Strang ziehen. Wir hatten das Glück, ein hervorragendes Team führen und begleiten zu dürfen und bedanken uns auch bei allen Teilnehmern für die gute und faire Zusammenarbeit. Selbstverständlich respektieren wir den Wunsch des 10-köpfigen AMICAL alpin Teams und haben während der gesamten Berichterstattung niemanden namentlich erwähnt. Ich bitte dafür um Verständnis. Auch dass Gerlinde Kaltenbrunner seit fast Anbeginn mit uns unterwegs war, wurde auf ihren Wunsch nicht zu stark in die Berichte eingebunden. Gerlinde, die alleine mit ihrem kleinen Einzelzelt unterwegs war, unterstützte uns während der gesamten Expedition
tatkräftig beim Spuren im tiefen Schnee und Hochtragen der Lasten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach nur einem Kurzaufenthalt zu Hause kam sie fast direkt vom Mt. Everest ins Basislager des Gasherbrum II. Unvergessen ist die dramatische Rettungsaktion vor wenigen Wochen, die durch die Medien ging, als Ralf und Gerlinde den an einem Gehirnödem erkrankten Japaner Hiro von 7.700 m Höhe ins Basislager brachten und somit auf einen Gipfelaufstieg verzichteten. Mit Gerlinde
hatten wir eine bescheidene, aber ausgezeichnete Höhenbergsteigerin in unserem Team. Sie war für uns alle eine Bereicherung und vor allem für Herbert und mich eine gewaltige Unterstützung während unserer Arbeit am Berg – ein herzliches Danke schön von uns allen und viel Glück beim Gipfelversuch.

Während unserer Tage im Basislager erreichte uns ein sehr erfreuliches E-mail – die Genesung von Johannes Bachmann, nach seinem schweren Lawinenunfall, ist gut vorangeschritten. Johannes hätte mit seinem Vater Josef an dieserExpedition teilgenommen. Leider kam er beim Training für diese Expedition unter eine Lawine. Alles Gute und liebe Grüsse aus dem Basislager vom gesamten AMICAL alpin Team.

Natürlich freuen wir uns über jeden einzelnen Interessenten an unserer Expedition und danken allen, die unsere Aktivitäten von zu Hause aus mitverfolgt haben. Danke auch an meine persönlichen Sponsoringpartner Vaude, La Sportiva, Edelweiss, Völkl, PowerBar und dem Sportcenter Loeffler aus Schwaz für die tolle Zusammenarbeit und super Unterstützung. Ganz besonderen Dank gilt meiner Frau Anita, die mich immer wieder bei meinen Vorhaben
unterstütz und all die Infoarbeit von zu Hause aus macht sowie Ulli Steinlechner, der die Bericht und Fotos immer umgehend auf meine Homepage stellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Schöne Grüsse aus Pakistan und bis bald

Stephan Keck

Wieder daheim in Tirol